Fünf Jahre nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau: Deutschland gedenkt der Opfer
Fünf Jahre nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Hanau: Deutschland gedenkt der Opfer
Am 19. Februar 2020 ermordete ein rechtsextremer Attentäter in Hanau neun Menschen, indem er gezielt Shisha-Bars aus rassistischen Motiven angriff. Der Täter tötete zudem seine Mutter, bevor er sich selbst das Leben nahm. Diese Tat zählt zu den schwersten rechtsterroristischen Anschlägen in Deutschland seit Jahrzehnten.
In diesem Jahr fanden bundesweit Gedenkveranstaltungen statt, um der Opfer in Deutschland zu gedenken. In mehreren Städten versammelten sich Menschen, um der Verstorbenen zu gedenken und gegen rechtsextreme Gewalt zu protestieren.
Bei dem Anschlag von Hanau kamen insgesamt elf Menschen ums Leben. Neun Personen starben noch während der Schießerei, ein zehnter Verletzter, Ibrahim Akkuş, erlag am 10. Januar 2026 seinen Verletzungen. Zudem hatte der Täter zuvor seine Mutter getötet, bevor er die Waffe gegen sich selbst richtete.
Zum Jahrestag des Anschlags gab es in Nordrhein-Westfalen (NRW) zahlreiche Gedenkveranstaltungen. In Aachen nahmen etwa 300 Menschen an einer Kundgebung und einem Marsch teil, organisiert von linksgerichteten und antifaschistischen Gruppen. Angehörige der Opfer hielten bewegende Reden und forderten Konsequenzen sowie strengere Maßnahmen gegen Rechtsextremismus.
In Bochum veranstaltete das Integrationsbüro eine Gedenkfeier im Bermudadreieck, dem Ausgehviertel der Stadt, und betonte so den Kontrast zwischen der Lebensfreude sozialer Orte und der Tragödie des Anschlags. Unterdessen fand im Grillo-Theater in Essen eine Lesung statt, während in Düsseldorf eine Ausstellung mit Podiumsdiskussionen zum Thema Rassismusbekämpfung gezeigt wurde.
In Köln beteiligten sich fast 1.000 Menschen an einem Demonstrationszug – doppelt so viele wie erwartet –, was die anhaltende Betroffenheit über den Anschlag in Deutschland zeigt. Ähnliche Veranstaltungen gab es in anderen Städten und spiegelten die bundesweite Solidarität mit den Opfern und ihren Familien wider.
Obwohl die InRa-Studie von 2026 institutionellen Rassismus thematisiert, bleiben konkrete bundesweite Präventionsmaßnahmen seit dem Anschlag in öffentlichen Unterlagen unklar.
Der Anschlag von Hanau hinterlässt weiterhin tiefe Wunden. Die Familien der Opfer und die betroffenen Communities suchen noch immer nach Gerechtigkeit. Die Gedenkveranstaltungen in ganz Deutschland zeigen den anhaltenden öffentlichen Widerstand gegen rechtsextreme Gewalt. Gleichzeitig unterstreichen sie die Dringlichkeit konkreter Schritte, um solche Tragödien in Zukunft zu verhindern.
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