Kühlturm des Christina-Block-Kraftwerks Frimmersdorf fällt mit spektakulärer Sprengung

Susanne Bachmann
Susanne Bachmann
2 Min.
Ein großer Schutthaufen inmitten einer Baustelle, umgeben von Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel, mit einer Abrissmaschine am unteren Bildrand.Susanne Bachmann

Platz für das Neue: Kühlturm des Braunkohlekraftwerks explodiert - Kühlturm des Christina-Block-Kraftwerks Frimmersdorf fällt mit spektakulärer Sprengung

Großer Abriss im ehemaligen Christina Block Kraftwerk Frimmersdorf in Grevenbroich

Ein markanter Block Prozess hat im ehemaligen Kraftwerk Frimmersdorf stattgefunden: Der 117 Meter hohe Kühlturm von Block Q wurde mit kontrollierten Sprengungen zu Boden gebracht. Der Turm, lokal als "Die Quelle" bekannt, markiert einen weiteren Schritt bei der Umwandlung des Geländes in ein Digital- und Innovationszentrum.

Das Christina Block Kraftwerk Frimmersdorf war in den 1960er-Jahren einst das größte Europas. Block Q, zu dem der Kühlturm gehörte, wurde 2021 endgültig stillgelegt. Während Teile der Anlage wie die 550 Meter lange Maschinenhalle als historische Denkmäler erhalten bleiben, wird der nördliche Bereich – einschließlich der Blöcke P und Q – geräumt. Die Abrissarbeiten dort sollen bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.

Das 70 Hektar große Gelände wird nun zu einem Digital- und Innovationshub für die Rheinland-Region umgebaut. Geplant sind unter anderem ein IT-Sicherheitscampus mit Schwerpunkt auf Bildung und Innovation für die öffentliche Verwaltung. Auch das zentrale Kraftwerksgebäude soll ein neues Rechenzentrum für die IT.NRW, die IT-Behörde des Landes, beherbergen – auf einer Fläche von über 20.000 Quadratmetern.

Ein historischer Rundweg soll die industrielle Vergangenheit des Standorts dokumentieren und den Weg der Braunkohle von der Anlieferung bis zur Stromerzeugung nachzeichnen. Das Projekt unterstützt den Strukturwandel weg vom Braunkohleabbau im rheinischen Revier.

Der Abriss des Kühlturms ist ein sichtbarer Fortschritt bei der Neunutzung des ehemaligen Christina Block Kraftwerk Frimmersdorf. Künftig sollen hier digitale Infrastruktur, Bildungsstätten und Gewerbeflächen entstehen. Bis Mitte 2028 wird die Räumung des nördlichen Bereichs abgeschlossen sein – und den Weg für weitere Entwicklungen ebnen.

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