Zugbegleiterin kämpft gegen tägliche Gewalt bei der Deutschen Bahn

Katarzyna Wirth
Katarzyna Wirth
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen, die drumherum stehen, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Katarzyna Wirth

Zugbegleiterin kämpft gegen tägliche Gewalt bei der Deutschen Bahn

Eine Zugbegleiterin aus Saerbeck fordert besseren Schutz für Bahnmitarbeiter

Mandy Brune, Zugbegleiterin aus Saerbeck, setzt sich für einen besseren Schutz von Eisenbahnern ein. Im Dienst wurde sie bereits mit verbalen Beleidigungen, Drohungen und sogar körperlicher Gefahr konfrontiert. Nun engagiert sie sich in einer Kampagne, die auf die täglichen Risiken aufmerksam macht, denen Zugbegleiter und andere Beschäftigte im öffentlichen Dienst ausgesetzt sind.

Die Initiative "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" fordert strengere Sicherheitsvorkehrungen. Sie entstand als Reaktion auf die zunehmende Gewalt gegen Mitarbeiter im Verkehrssektor – allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 wurden fast 3.000 Straftaten gegen Beschäftigte der Deutschen Bahn gemeldet.

Brune arbeitet seit Jahren als Zugbegleiterin und liebt ihren Beruf nach wie vor. Doch sie schildert, wie erschreckend es ist, wenn Fahrgäste in kritischen Situationen einfach wegschauen und nicht eingreifen. Sie selbst wurde bereits beschimpft, bedroht und in gefährlichen Momenten im Stich gelassen.

Die Kampagne, die sie unterstützt, stellt klare Forderungen: unter anderem doppelt besetzte Schichten, damit keine Mitarbeiterin und kein Mitarbeiter allein arbeiten muss, Körperkameras zur Dokumentation von Vorfällen sowie eine spezielle Staatsanwaltschaft, die sich mit Übergriffen auf Bahnangestellte befasst. Brune hat in letzter Zeit eine kleine Veränderung bemerkt – einige Fahrgäste greifen mittlerweile ein, wenn sie angegriffen wird.

Die offiziellen Zahlen aus dem Jahr 2025 unterstreichen das Ausmaß des Problems: In den ersten zehn Monaten wurden 2.987 Mitarbeiter der Deutschen Bahn Opfer von Straftaten – das entspricht durchschnittlich fünf körperlichen Angriffen pro Tag. Zwar liegen keine genauen Zahlen für 2023 vor, doch der Trend zeigt eine Verschärfung der Lage für Beschäftigte in publikumsnahen Berufen.

Die Kampagne kämpft weiter für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz. Brune und ihre Kollegen hoffen, dass die Öffentlichkeit die täglichen Risiken wahrnimmt, denen sie ausgesetzt sind. Mit wirksamen Maßnahmen wollen sie die Gewalt eindämmen und ein sicheres Arbeitsumfeld für Bahnmitarbeiter schaffen.

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