Aktivisten werfen Amprion vor, bedrohte Kreuzkröten in Osterath zu gefährden
Aktivisten werfen Amprion vor, bedrohte Kreuzkröten in Osterath zu gefährden
Die Aktionsgruppe Meerbusch für Tierrechte und Naturschutz hat schwere Vorwürfe gegen den Netzbetreiber Amprion wegen mangelnden Artenschutzes bei Bauarbeiten in Osterath erhoben. Seit 2023 beobachtet die Gruppe das Gelände und wirft dem Unternehmen vor, Schutzmaßnahmen für bedrohte Amphibien nur unzureichend umgesetzt zu haben. Ihre Erhebungen deuten auf wiederholte Versäumnisse beim Schutz der heimischen Tierwelt hin – darunter die streng geschützte Kreuzkröte.
Die Untersuchungen der Aktivist:innen begannen 2023 mit Fokus auf das Amprion-Ausgleichsgebiet Im Siep im Süden Osteraths. Dort stellten sie fest, dass der Amphibien- und Reptilienschutzzaun, den Amprion bis zum 31. März 2023 als fertiggestellt gemeldet hatte, erst im späten November 2025 vollendet wurde. Lücken im Zaun und nachts offene Zugangstore ermöglichten es Amphibien, auf die Baustelle zu gelangen – mit potenziell tödlichen Folgen.
Weitere Mängel zeigte die Gruppe beim Lebensraum der Kreuzkröte auf: Obwohl die Fläche seit August 2024 stabil bei etwa 15 Hektar liegt, wurden keine neuen Tümpel oder Mulden angelegt, die der Art als Laichgewässer dienen. Sowohl die Behörden als auch Amprion bestätigten, dass keine Pläne zur Wiederherstellung der zerstörten Laichplätze bestünden – obwohl die Kreuzkröte zu den am stärksten bedrohten Arten Mitteleuropas zählt.
Kritik übten die Aktivist:innen auch an der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), die zentrale Informationen vorenthielt. Ein von der UNB übermitteltes Dokument war auf sieben von acht Seiten geschwärzt – inklusive aller Fotos –, was einen Abgleich mit den eigenen Beweisen der Gruppe unmöglich machte. Angesichts der fehlenden Transparenz haben die Naturschützer:innen nun eine Fachanwältin für Umweltrecht beauftragt, um rechtlich gegen Amprion und die UNB wegen Verstößen gegen den Artenschutz vorzugehen.
Ein Lichtblick im Ausgleichsgebiet ist die Zunahme temporärer Gewässer, die dem Kammmolch als Laichplatz dienen: Ihre Zahl stieg zwischen 2024 und 2026 von zwei auf fünf, ihre Gesamtfläche wuchs durch natürliche Überflutungen und kleine ökologische Aufwertungen von 0,3 auf 0,8 Hektar.
Die Erkenntnisse der Meerbuscher Aktionsgruppe werfen weiterhin Fragen zur Einhaltung des Artenschutzrechts in Osterath auf. Mit der nun eingeleiteten Klage will die Gruppe mehr Verantwortung von Amprion und der UNB einfordern. Das Verfahren könnte entscheiden, ob weitere Maßnahmen zum Schutz der Kreuzkröte und anderer bedrohten Arten erzwungen werden.
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