"Mainz bleibt Mainz" bricht mit Traditionen – Satire, Abschiede und ein historischer Meilenstein

Rainer Schäfer
Rainer Schäfer
2 Min.
Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Umzugs in Berlin, Deutschland, mit Menschen auf dem Boden und auf Pferden, einer Statue auf einem Sockel, Straßenmasten, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel, mit Text am unteren Rand des Bildes.Rainer Schäfer

"Mainz bleibt Mainz" bricht mit Traditionen – Satire, Abschiede und ein historischer Meilenstein

Mainz bleibt Mainz – wie es singt und lacht: Die berühmteste Karnevalssendung Deutschlands hat ihre letzte Generalprobe im Kurfürstlichen Schloss abgeschlossen. Die Show, die am Freitagabend um 20:15 Uhr live im ZDF übertragen wird, verspricht eine Mischung aus scharfer Satire, musikalischen Auftritten und berührenden Abschieden.

In diesem Jahr bricht das Fernsehprogramm in mehrfacher Hinsicht mit der Tradition – von einem historischen Meilenstein für die Repräsentation von Frauen bis zum letzten Auftritt eines langjährigen Künstlers.

Das abwechslungsreiche Programm umfasst 16 Nummern, die Humor, Musik und politische Kommentare vereinen. Den Auftakt bildet ein großer Aufmarsch der Garden, gefolgt von Christina Groms satirischem Jahresrückblick. Als erste Frau seit 200 Jahren, die den Protokoll-Teil moderiert, setzt Grom ein historisches Zeichen in der Veranstaltung.

Florian Sitte, in der Rolle des Till Eulenspiegel, nimmt politische Extreme aufs Korn und verurteilt den wachsenden Antisemitismus. Markus Schönberg hingegen, als Ignaz, präsentiert ein selbstgeschriebenes Lied über die Verlegung eines beliebten Bauernmarkt-Frühstücks – und bringt damit das gesamte Publikum zum Mitsingen.

Die Sendung rückt auch weibliches Talent in den Fokus, das in diesem traditionell männlich geprägten Umfeld oft unterrepräsentiert ist. Katharina Greules Sketch über eine Influencerin im Museum bereichert das Programm, während Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig mit einer heiteren Kokolores-Nummer unter dem Titel Hobby-Dogging aufwartet.

Nach 45 Jahren auf der Bühne gibt Hans-Joachim Greb, bekannt als Hobbes, seinen letzten Auftritt. Seine emotionale Kokolores-Darstellung endet mit den Worten: "Tschüss, helau, das war's." Ein weiteres Comeback feiert Andreas Schmitt, der nach einer krankheitsbedingten Pause wieder als Obermessdiener zu sehen ist. Seine Rede enthält pointierte Kritik an seiner eigenen Partei und der Kirche, verweist auf aktuelle Entwicklungen wie den Aufstieg der AfD in den Umfragen und mahnt zur demokratischen Einheit.

Die Live-Übertragung läuft am Freitag, dem 13. Februar, um 20:15 Uhr im ZDF und bringt das Spektakel in die Wohnzimmer der gesamten Republik.

Die Ausgabe 2024 von Mainz bleibt Mainz führt neue Stimmen ein und würdigt gleichzeitig bewährte Traditionen. Mit einer Mischung aus politischer Satire, musikalischen Darbietungen und historischen Premieren spiegelt die Show sowohl die Weiterentwicklung als auch den unverwechselbaren Geist der Karnevalskultur wider. Zuschauer können das Live-Event am Freitagabend im ZDF verfolgen.

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