Busunternehmer erhöht Preise wegen explodierender Dieselkosten bis 2,16 Euro
Busunternehmer erhöht Preise wegen explodierender Dieselkosten bis 2,16 Euro
Thomas Fischer, Inhaber eines Busunternehmens in Nordrhein-Westfalen, kämpft mit den stark gestiegenen Dieselkosten. Wie viele in der Branche steht er unter zunehmendem finanziellen Druck, da die Spritpreise weiter steigen. Nun plant er, einen Teil der zusätzlichen Ausgaben an die Kunden weiterzugeben.
Im vergangenen Jahr schwankten die Dieselpreise in Deutschland dramatisch. Im März 2025 kostete ein Liter etwa 1,63 Euro, sank im Juni auf ein Tief von 1,53 Euro, doch zu Beginn des Jahres 2026 schnellte der Preis auf über 2,00 Euro hoch und erreichte im März mit 2,16 Euro seinen Höhepunkt. Die jüngsten Wochenmittelwerte lagen Ende Januar bei 169,8 Cent, bevor sie erneut auf etwa 2,11 bis 2,16 Euro anstiegen. Gründe dafür sind unter anderem die höheren Rohölpreise, die Erhöhung der CO₂-Steuer im Januar 2025 sowie anhaltende Lieferengpässe durch den Ukraine-Krieg.
Fischer, der über keine eigene Tankstelle verfügt, muss den Kraftstoff zu Marktpreisen einkaufen. Der Verband der nordrhein-westfälischen Busunternehmen bestätigt, dass viele Betreiber stark unter Druck stehen. Besonders betroffen sind Linienverkehrsanbieter, die in langfristige Verträge ohne Spritpreis-Anpassungsklauseln gebunden sind. Einige Kollegen berichten, ihre Tanks fast leer zu fahren, da sie die Mehrkosten nicht mehr tragen können.
Um die Situation zu bewältigen, wird Fischer für anstehende Fahrten einen Kraftstoffzuschlag erheben. Eine Reise nach Südtirol könnte Kunden beispielsweise rund 200 Euro mehr kosten. Wer nicht zahlen möchte, kann kostenfrei stornieren.
Der Zuschlag soll Fischers steigende Ausgaben ausgleichen, verlagert die Last aber teilweise auf die Reisenden. Angesichts der Rekordpreise für Diesel könnten weitere Busunternehmen nachziehen. Kunden müssen nun entweder höhere Preise akzeptieren oder ihre Buchungen komplett stornieren.
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