Deutsche TeleICU-Plattform Mona expandiert nach Österreich und Schweiz

Katarzyna Wirth
Katarzyna Wirth
2 Min.
Eine Gruppe von Menschen steht in einem Krankenhauszimmer, ein Mann hält ein Mikrofon in der Mitte, ein Bett mit einer Decke darauf links und verschiedene medizinische Geräte, ein Röntgengerät, eine Tafel mit Text, eine Tür, eine Wand und eine Decke mit Deckenleuchten im Hintergrund.Katarzyna Wirth

Deutsche TeleICU-Plattform Mona expandiert nach Österreich und Schweiz

Deutsche Telemedizin-Plattform für Intensivmedizin expandiert in Europa

Die Tele-Intensivmedizin-Plattform Mona TeleICU, entwickelt vom deutschen Unternehmen Clinomic, wird nun nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich und der Schweiz eingesetzt. Das System ermöglicht ferngesteuerte Konsultationen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Intensivstationen durch sicheren Echtzeit-Datenaustausch.

Clinomic entstand 2019 als Ausgründung der RWTH Aachen und ihres Universitätsklinikums. Die Mona TeleICU-Plattform, die als Medizinprodukt der Klasse IIa zertifiziert ist, verbindet Fachkräfte über verschlüsselte Peer-to-Peer-Video- und Audiokommunikation sowie Live-Datenströme medizinischer Parameter. Das System ist mit dem Mona PDMS (Patient Data Management System) kompatibel und nutzt den HL7-FHIR-Standard, um nahtlos mit anderen klinischen Anwendungen zusammenzuarbeiten.

Künstliche Intelligenz unterstützt bei der Spracherkennung und automatisierten Dokumentation, was die Arbeitsbelastung des Personals verringert. Berührungsloses Anmelden per Chip-Sensoren und Sprachbefehle optimiert zudem die Abläufe auf Intensivstationen. Mona TeleICU ist bereits in mehreren deutschen Kliniknetzwerken im Einsatz und ermöglicht schnelle Fachkonsile sowie interdisziplinäre Teamarbeit.

Clinomic hat zudem Fördergelder für zwei zentrale EU-Projekte eingeworben: den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) und ICUdata4Europe. Letzteres zielt darauf ab, Sekundärdaten von Intensivstationen für die Forschung in den teilnehmenden Ländern zugänglich zu machen. Durch verbesserten Datenzugang und grenzüberschreitende Kooperation trägt Mona TeleICU dazu bei, die Telemedizin in der Intensivversorgung europaweit zu standardisieren.

Mit der Nutzung in drei Ländern und laufenden EU-geförderten Vorhaben erweitert die Plattform ihre Reichweite. Die sichere Datenübertragung und KI-gestützten Tools sind darauf ausgelegt, überlastete Intensivteams zu entlasten. Weitere Expansionen könnten folgen, da immer mehr Krankenhäuser nach Telemedizin-Lösungen für die Akutversorgung suchen.

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