Satire-Sketch zerpflückt FDP-Kandidaten für Kemptens Bürgermeisterwahl gnadenlos

Susanne Bachmann
Susanne Bachmann
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Ein Plakat mit einer Zeichnung von drei lachenden Menschen und dem Text "Einer von Chaunceys kleinen Scherzen" oben und unten.Susanne Bachmann

Satire-Sketch zerpflückt FDP-Kandidaten für Kemptens Bürgermeisterwahl gnadenlos

Ein satirischer Sketch hat die Suche der Freien Demokratischen Partei (FDP) nach einem neuen Oberbürgermeister in Kempten auf die Schippe genommen. Die Darstellung richtete sich gegen mögliche Nachfolger der amtierenden Bürgermeisterin Indra Baier-Müller, die als "Hausdrache" bekannt ist. Die Partei selbst hat sich bereits hinter ihre Kandidatur für eine dritte Amtszeit gestellt.

In der beißenden Kritik verschonte der Sketch niemanden – weder die vorgestellten Alternativkandidaten noch deren politische Ambitionen.

Die Aufführung präsentierte die FDP-Optionen als schwach und wenig überzeugend. Katharina Schrader wurde als tollpatschige Mutter-Holle-Figur dargestellt, die planlos Herzen über die Stadt verstreute. Ein weiterer Bewerber, Franz-Josef Natterer-Babych, erschien als selbstverliebter Narzisst, der sich ständig in Spiegeln bewunderte.

Dominik Tartler schnitt nicht besser ab: Er wurde als zu unerfahren für das Amt abgetan. Der Sketch beschrieb ihn als "einen jungspundigen Grünschnabel, der noch nicht genug Winter erlebt hat", um führen zu können. Unterdessen wurde eine Figur namens "DonQuiSchoche" in einem aussichtslosen Kampf gegen die dominierende Christlich-Soziale Union (CSU) gezeigt – ein Symbol für den Machtkampf in der Kommunalpolitik.

Auch die "Hexe Mechthilde" hatte einen Auftritt und erteilte eine strenge Mahnung: Ein politisches Mandat sei kein Andenken. Selbst die fiktiven Gestalten "Rechenmeister" Eigstler und "Hai" Wilhelm wurden als fragwürdige Kandidaten präsentiert, deren Eignung als Nachfolger mehr als zweifelhaft erschien.

Trotz der Spottattacke unterstützt die FDP offiziell Baier-Müllers Wiederwahlkampagne. Bisher gab es keine öffentliche Reaktion der anderen Bewerber oder aus dem weiteren politischen Umfeld.

Der satirische Auftritt ließ kaum Zweifel an seiner Einschätzung der FDP-Kandidaten für das Bürgermeisteramt. Jeder Bewerber wurde gnadenlos durch den Kakao gezogen – sei es wegen mangelnder Erfahrung oder schierer Eitelkeit. Da die Partei Baier-Müller bereits für eine dritte Amtszeit ins Rennen schickt, bleibt ungewiss, welchen Einfluss der Sketch auf den tatsächlichen Wahlkampf haben wird.

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