Watzke verlässt BVB-Geschäftsführung – doch sein Einfluss bleibt ungebrochen
BVB-Mitglieder entscheiden über Watzkes neue Rolle - Watzke verlässt BVB-Geschäftsführung – doch sein Einfluss bleibt ungebrochen
Hans-Joachim Watzke tritt als Geschäftsführer von Borussia Dortmund zurück – nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze
Sein Abschied fällt in eine Zeit anhaltender Kontroversen um den Sponsoringvertrag des Vereins mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Während Fans und Aktivisten die Partnerschaft scharf kritisieren, verteidigen Wirtschaftsmedien sie als notwendig für die nationale Verteidigung.
Watzke kandidiert nun für das Amt des Präsidenten des BVB-Trägervereins. Seine Wahl gilt nach dem überraschenden Rückzug des Gegenkandidaten Reinhold Lunow als so gut wie sicher.
Mit Watzkes Rücktritt endet eine Ära bei Borussia Dortmund. In seiner Amtszeit führte er den Klub durch finanzielle Turbulenzen und formte ihn zum stärksten Konkurrenten des FC Bayern München. Unter seiner Führung gewann der BVB zwei Meisterschaften, drei DFB-Pokale und erreichte zweimal das Finale der Champions League.
Der im Mai 2024 bekannt gegebene Sponsorenvertrag mit Rheinmetall spaltet die Meinungen. Kritiker, darunter Faninitiativen wie die DFG-VK, werfen dem Verein vor, mit dem Deal die Rüstungsindustrie zu normalisieren und damit gegen eigene Werte zu verstoßen. Befürworter wie das Handelsblatt oder Journalist Hajo Schumacher halten die Kooperation dagegen für einen legitimen Beitrag zur deutschen Sicherheitsindustrie. Ähnliche Partnerschaften bestehen auch mit anderen Vereinen, etwa dem Bergischen HC oder Borussia Düsseldorf.
Ursprünglich hatte Reinhold Lunow geplant, Watzke als Präsident herauszufordern. Doch nach seinem überraschenden Rückzug bleibt Watzke nun ohne Gegenkandidaten. Die Wahl findet auf der Mitgliederversammlung am Sonntag statt, wo sein nahtloser Übergang in die neue Rolle erwartet wird.
Die Rheinmetall-Debatte überschattet Watzkes Vermächtnis. Trotz der Kritik bleibt sein langfristiger Einfluss auf den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg des BVB unbestritten.
Mit dem Wechsel in die Präsidentschaft zementiert Watzke seinen anhaltenden Einfluss auf Borussia Dortmund. Die Diskussion um den Rheinmetall-Deal wird indes nicht so schnell verstummen. Ohne Gegenkandidatur bei der Wahl beginnt für ihn eine neue Phase – eine, in der er sowohl sportliche Ambitionen als auch die ethischen Bedenken der Fans unter einen Hut bringen muss.
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