Forsa-Gründer Güllner warnt vor sinkenden Qualitätsstandards in der Umfrageforschung

Susanne Bachmann
Susanne Bachmann
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Ein Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das besagt: "Wir müssen die sozialen Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.", dekoriert mit Sternen.Susanne Bachmann

Forsa-Gründer Güllner warnt vor sinkenden Qualitätsstandards in der Umfrageforschung

Manfred Güllner, Gründer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, hat sich zu den sinkenden Standards in der Umfragedaten-Qualität geäußert. Seine Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem er bekannt gibt, sich weiterhin in der politischen Umfrageforschung zu engagieren, während er gleichzeitig eine Beraterrolle in seinem ehemaligen Unternehmen übernimmt.

Güllner baute seine Karriere auf der direkten Erforschung der öffentlichen Meinung auf und machte aus einem persönlichen Interesse einen langjährigen Beruf. Nun warnt er, dass unzuverlässige Daten und schlechte Praktiken das Vertrauen in die Branche untergraben.

Sein beruflicher Werdegang begann damit, dass er ein Hobby in ein führendes Marktforschungsunternehmen verwandelte. Forsa ist seitdem vor allem durch hochkarätige Kooperationen bekannt geworden, darunter die RTL/n-tv-Sonntagsfrage sowie Gesundheitsumfragen für die DAK-Gesundheit. Das Unternehmen führte zudem den "Deutschland-Monitor 2025" durch, eine groß angelegte Studie zu gesellschaftlichen Einstellungen, die zwischen April und Mai 2025 durchgeführt wurde.

Trotz des etablierten Rufs seines Instituts übt Güllner zunehmend Kritik an der Handhabung von Umfragedaten. Er zeigt sich frustriert über Medien und Politiker, die Erkenntnisse falsch darstellen oder missbrauchen. Seine Bedenken erstrecken sich auf die gesamte Branche, in der er einen Anstieg unzuverlässiger Daten beobachtet – produziert von dem, was er als "schwarze Schafe" bezeichnet.

Aus seiner Sicht gibt es keine Alternative dazu, Menschen direkt nach ihren Meinungen und Entscheidungen zu fragen. Gleichzeitig betont er die Bedeutung, Primärforschung in den größeren Kontext der verfügbaren Daten einzuordnen. Selbst wenn Technologiekonzerne riesige Datenmengen sammeln, bleibt traditionelle Marktforschung seiner Ansicht nach unverzichtbar.

Künftig wird Güllner weiterhin tägliche Umfrageergebnisse von Forsa erhalten. Er wird die Unternehmensführung in Fragen der politischen und Wahlforschung beraten, seinen Newsletter fortführen und medienpartnern datengestützte Analysen liefern.

Durch sein anhaltendes Engagement bleibt Güllners Einfluss in der politischen Meinungsforschung bestehen. Sein Fokus liegt darauf, die Art und Weise zu verbessern, wie Daten erhoben, ausgewertet und kommuniziert werden. Die Branche steht nun unter Druck, die von ihm aufgezeigten Zuverlässigkeitsprobleme anzugehen.

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