Wesel feiert erstes interreligiöses Iftar als Zeichen der Einheit
Susanne BachmannWesel feiert erstes interreligiöses Iftar als Zeichen der Einheit
Wesel veranstaltet erstes interreligiöses Gemeinschafts-Iftar
Am 13. März 2026 fand in Wesel das erste interreligiöse Gemeinschafts-Iftar der Stadt statt, bei dem Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zusammenkamen, um gemeinsam zu speisen. Die Veranstaltung, die während des Ramadan stattfand, sollte den Dialog und den Zusammenhalt unter den lokalen Bewohnerinnen und Bewohnern stärken. Ähnliche Treffen gab es im selben Jahr bereits in mindestens drei weiteren deutschen Städten, darunter Greven, Berlin und Dortmund.
Das Iftar in Wesel wurde gemeinsam von islamischen Kulturvereinen, katholischen und evangelischen Kirchen sowie der Stadt selbst organisiert. Rund 100 Gäste nahmen teil, darunter Vertreter lokaler Vereine, Migrantengruppen, religiöser Gemeinschaften und der Zivilgesellschaft. Bürgermeister Rainer Benien eröffnete die Veranstaltung und bezeichnete sie als ein "starkes Zeichen der Verbundenheit".
Mit dem Sonnenuntergang leitete Julian Agushi von Horizont e.V. den Gebetsruf ein, bevor das gemeinsame Mahl begann. Die Gäste teilten sich ein vielfältiges Buffet und brachen ihr Fasten in einer Atmosphäre der Verbundenheit. Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, betonte: "Heute Abend brechen wir das Brot gemeinsam" – ein Symbol für den Abend, der ganz im Zeichen der Einheit stand.
Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen sprachen über die Bedeutung des Ramadan und hoben dabei Aspekte wie Besinnung, Achtsamkeit und Gemeinschaft hervor. Das Fasten, eine der fünf Säulen des Islam, wurde als Zeit der Selbstreflexion und des Teilens diskutiert. Die Organisatoren dankten allen beteiligten Gruppen, darunter der Integrationsbeauftragten der Stadt, für die Ermöglichung der Veranstaltung.
Das Iftar in Wesel folgte ähnlichen Veranstaltungen in Greven (24. Februar), Berlin (3. März) und Dortmund (März 2026). Diese Treffen brachten vielfältige Gemeinschaften zusammen, um den Ramadan zu begehen und das interreligiöse Verständnis zu fördern. Die Initiative spiegelt einen wachsenden Trend wider, bei dem gemeinsame Mahlzeiten den lokalen Zusammenhalt stärken.






