Kreis Düren kehrt zurück zu Kita-Gebühren – wer muss ab 2026 zahlen?
Katarzyna WirthKreis Düren kehrt zurück zu Kita-Gebühren – wer muss ab 2026 zahlen?
Kreis Düren plant radikale Kehrtwende bei Kita-Gebühren
Seit 2018 ist die Kinderbetreuung im Kreis Düren für die meisten Familien kostenlos – nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro zahlen bisher Gebühren. Doch steigende Schulden und ein Wechsel in der Führungsetage zwingen die Verantwortlichen nun zum Umdenken.
Heute berät der Kreistag über die Wiedereinführung von Kita-Gebühren. Der Vorschlag sieht vor, ab August 2026 gestaffelte Beiträge einzuführen, die sich am Einkommen der Eltern und der Betreuungsdauer der Kinder orientieren. Bisher zahlen nur Spitzenverdiener – mit dem neuen Modell könnten jährlich mehrere Millionen Euro zusätzlich eingenommen werden.
Die Bezirksregierung Köln, die für solche Regelungen zuständig ist, hat bis zum 23. Oktober eine ausführliche Stellungnahme angefordert. Dies geschieht im Rahmen der Überprüfung einer bereits genehmigten Satzungsänderung. Unterdessen kritisiert der Elternbeirat des Jugendamts den Vorstoß scharf: Die Politik habe Familien über künftige Kosten getäuscht.
Am 1. November 2025 übernehmen ein neu gewählter Kreistag und ein neuer Landrat ihr Amt. Ihre Entscheidungen werden maßgeblich darüber bestimmen, wie das Gebührensystem umgesetzt wird – und wer am Ende die Last tragen muss.
Sollte der Beschluss fallen, wäre das das Ende der fast kostenlosen Kinderbetreuung in Düren. Die Reform soll die Haushaltslage des Kreises entlasten, verlagert die finanziellen Belastungen aber auf deutlich mehr Familien. Bis zum Stichtag 2026 müssen die Verantwortlichen nun abwägen zwischen Sparzwang und öffentlicher Akzeptanz.






