Hanau ehrt vier Kulturschaffende mit der August-Gaul-Plakette 2025
Katarzyna WirthHanau ehrt vier Kulturschaffende mit der August-Gaul-Plakette 2025
Die Stadt Hanau hat vier prägende Persönlichkeiten mit ihrer höchsten kulturellen Auszeichnung geehrt. Die August-Gaul-Plakette 2025 würdigt ihren nachhaltigen Einfluss auf die lokale Musik- und Kunstszene. Jede der Ausgezeichneten hat über Jahrzehnte auf ihre Weise Hanaus kulturelle Identität geprägt.
Die Auszeichnung feiert eine vielfältige Gruppe von Künstlern, deren Schaffen Musik, bildende Kunst und Unternehmertum umfasst. Friedrich Carl, von Beruf Friseur, machte sich als Bassist und Sänger einen Namen – etwa mit Bands wie The Titans und The Quinns. Seine Beiträge prägten die Hanauer Musiklandschaft seit den 1960er-Jahren maßgeblich.
Dirk Schulz, bekannt als Reverend Schulzz, bringt amerikanische Folk-Einflüsse in den Klang der Stadt ein. Als Singer-Songwriter trat er mit Formationen wie Rebirth und The Swamp auf und verband Wurzelnmusik mit lokaler Energie. Helmut Wenske, alias Chris Hyde, entfaltet seine Kreativität weit über die Musik hinaus: als Bühnenmaler, Buchillustrator und Gestalter von Plattencovern. Sein multidisziplinärer Ansatz bereichert seit Jahren Hanaus Kunstkultur.
Jörn Rauser, Unternehmer und Musiker, erlangte in den 1960er-Jahren mit Jörn and his Twens internationalen Ruhm. Der 1965 in Hanau Geborene wurde später als Techno-Pionier durch Projekte wie Human League und Raze-of bekannt. Die musikalische Entwicklung der Stadt – vom Beat und Psychedelic Rock der 1960er über Punk und New Wave bis zur modernen Elektronikszeene – ist eng mit diesen Künstlern verbunden. Frühere Preisträger wie Die Orsons, Mine oder Antje Schomaker verbanden ebenfalls lokale Underground-Szenen mit globalem Erfolg und festigten Hanaus Ruf als Hort experimenteller Klänge.
Die August-Gaul-Plakette unterstreicht die Tiefe und Vielfalt des Hanauer Kulturerbes. Mit der Ehrung dieser vier Persönlichkeiten würdigt der Magistrat ihren Beitrag zur künstlerischen und musikalischen Tradition der Stadt. Ihr Wirken inspiriert bis heute neue Generationen von Schöpfern in der Region.






