BVB bricht mit Tradition: Warum Brandt, Süle und Özcan gehen müssen
Blanka JesselBVB bricht mit Tradition: Warum Brandt, Süle und Özcan gehen müssen
Borussia Dortmund betritt unter der Führung von BVB-Chef Carsten Cramer eine neue Phase. Der Verein hat beschlossen, die Verträge der Leistungsträger Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan nicht zu verlängern – ein klares Zeichen für einen strategischen Kurswechsel. Cramers Vorgehen markiert einen Bruch mit der bisherigen Zögerlichkeit in der Kaderplanung und setzt auf eine konsequente Neuausrichtung.
In den vergangenen Jahren hatte Dortmund oft auf Kontinuität gesetzt und die Verträge etablierter Spieler verlängert. Julian Brandts Vertrag lief noch bis 2027, Niklas Süle war bis 2026 an den BVB gebunden. Diese zurückhaltende Haltung stand im Kontrast zu Konkurrenten wie dem FC Bayern München, der Jamal Musiala bereits bis 2026 band, oder Bayer Leverkusen, das Florian Wirtz lange vor dessen Ballon-d'Or-Erfolgen langfristig sicherte. Auch RB Leipzig handelte entschlossen und verlängerte mit Lois Openda nach dessen herausragender Saison bis 2028.
Nun justiert Cramer die Vereinsstrategie neu. Er will mit alten Strukturen brechen und den Wandel als Chance begreifen – nicht als Risiko. Seine Führungsphilosophie basiert auf Mut und Zuversicht, eine Reaktion auf die Kritik, Dortmund habe in personalpolitischen Fragen oft zu zögerlich agiert.
Trotz der Abgänge setzt der Club weiterhin auf Erfahrung: Aktuell wird Kapitän Emre Can, der sich derzeit von einem Kreuzbandriss erholt, ein neues Vertragsangebot erhalten. Diese Entscheidung verbindet den Wunsch nach Erneuerung mit der Wertschätzung für Führung – sowohl auf als auch neben dem Platz.
Der Abschied von Brandt, Süle und Özcan beendet eine Ära beim BVB. Cramers Vision weist den Weg in eine entschlossenere Zukunft, in der der Verein seinen Kader aktiv gestaltet, statt nur auf Entwicklungen zu reagieren. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Strategie auf dem Platz bewährt.






