29 April 2026, 16:47

16. Hilfstransport aus Bergisch Gladbach bringt 54 Tonnen Hoffnung in die Ukraine

Eine Gruppe von Männern in Militäruniformen, einige mit Helmen und Gewehren bewaffnet, geht eine Straße mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund entlang.

16. Hilfstransport aus Bergisch Gladbach bringt 54 Tonnen Hoffnung in die Ukraine

Freiwillige aus Bergisch Gladbach und Overath beenden 16. Hilfstransport in die Ukraine

Ein Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern aus Bergisch Gladbach und Overath hat seinen 16. Hilfsgütertransport in die Ukraine abgeschlossen. Über 54 Tonnen lebenswichtige Güter wurden in das Kriegsgebiet gebracht – die Freiwilligen erlebten dabei sowohl die Zerstörungen des Krieges als auch die fortschreitenden Wiederaufbauversuche. Bei ihrer jüngsten Reise besuchten sie zudem ein Traumazentrum, das Betroffene des Konflikts unterstützt.

Mit vier Lkw und acht Fahrern machte sich der Konvoi auf den Weg, beladen mit Nahrungsmitteln, Kleidung und medizinischer Ausstattung. An Bord: Konserven, Holzöfen, Wintermäntel, Spielzeug sowie Säcke mit Mehl, Zucker und Salz. Nach einer 16-stündigen Wartezeit an der polnisch-ukrainischen Grenze konnten sie schließlich in die Ukraine einreisen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Vor Ort verteilten die Helferinnen und Helfer die Hilfsgüter in Chmelnyzkyj, unterstützt von der lokalen Polizei. Ein Besuch in einem Traumazentrum prägte die Reise besonders: Zentrumsleiter Oleksander Khalsyim warnte vor den langfristigen psychologischen Folgen des Krieges. Die emotionalen Belastungen würden voraussichtlich mindestens drei Generationen betreffen, so Khalsyim.

Die Psychologin Olena Lebedieva leitet in der Region eine Selbsthilfegruppe für Kriegswitwen. Zum Alltag in der Ukraine gehört mittlerweile eine Schweigeminute um 9 Uhr morgens – eine Geste des Gedenkens an die Opfer des Krieges. Auch die Freiwilligen nahmen während ihres Aufenthalts an dieser Tradition teil.

Die Vorbereitungen für den nächsten Konvoi laufen bereits: Im November soll eine weitere Lieferung – diesmal inklusive eines Rettungswagens – in die Ukraine aufbrechen, organisiert von denselben Hilfsinitiativen.

Der jüngste Transport war die 16. Mission der Humanitären Hilfe Bergisch Gladbach und Overath. Die Spenden erreichten Bedürftige vor Ort, während die Helferinnen und Helfer die nachhaltigen Spuren des Krieges hautnah miterlebten. Der nächste Konvoi, geplant für November, wird weitere Unterstützung bringen – darunter auch ein gespendeter Krankenwagen.

Quelle