22 March 2026, 08:32

Willicher Eltern kämpfen mit Kampagne für mehr Kita-Plätze vor Ort

Eine Gruppe von Menschen, die mit einem Baby im Kinderwagen die Straße entlanggehen, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Fahrzeugen und Gras, wobei einige Taschen tragen und ein Landfahrzeug im Hintergrund zu sehen ist.

Willicher Eltern kämpfen mit Kampagne für mehr Kita-Plätze vor Ort

Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" fordert mehr Kita-Plätze vor Ort in Willich

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine neue Initiative mit dem Namen "Kleine Füße, kurze Wege" setzt sich für mehr lokale Betreuungsangebote in Willich ein. Eltern und Unterstützer fordern die Stadt auf, ihre Strategie zu überdenken, nachdem zwei geplante Kita-Neubauten gestrichen wurden. Ihrer Meinung nach würden kürzere Fahrten den Stress für Familien verringern und mehr gemeinsame Zeit ermöglichen.

Zwischen 2021 und 2025 sank die Zahl der in Willicher Kitas angemeldeten Kinder um etwa 15 Prozent – von 2.450 auf 2.080. Die Stadt führt diesen Rückgang auf einen Geburtenrückgang von 12 Prozent seit 2020, die Zunahme von Homeoffice nach der Pandemie sowie auf Eltern zurück, die wegen langer Wartelisten auf Einrichtungen in Nachbarstädten ausweichen. Infolgedessen wurden zwei geplante Kita-Projekte aufgrund von Haushaltskürzungen und geringerer Nachfrage abgesagt.

Einziges verbleibendes städtisches Vorhaben ist das generationenübergreifende Zentrum in Reinershof, das auch die Kita Alperof umfassen soll. Doch hier gibt es Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und der Einbindung eines privaten Investors. Eltern und der Förderverein der Kita Alperof hatten sich bereits am 6. März in einem Schreiben an Bürgermeister Pakusch gewandt – eine Antwort blieb jedoch aus.

Nun folgt ein zweiter offener Brief, der die Behauptung der Stadt infrage stellt, längere Anfahrtswege zu Kitas seien unvermeidbar. Die Initiatoren fordern ein direktes Gespräch mit dem Bürgermeister, um faire und nachhaltige Lösungen zu erörtern. Sie betonen, dass lokale Betreuungsangebote nicht nur die Fahrzeiten verkürzen, sondern auch den Zugang zu frühkindlicher Bildung für alle Kinder verbessern würden.

Die Gruppe hat Bürgermeister Pakusch zu einem offenen Dialog eingeladen, in der Hoffnung auf einen konstruktiven Austausch darüber, wie die Kinderbetreuung wohnortnah erhalten bleiben kann.

Die Kampagne unterstreicht den Bedarf an zugänglicher Kinderbetreuung in Willich – besonders angesichts veränderter Nachfrage und wachsender Wartelisten in anderen Kommunen. Mit zwei bereits gestrichenen Projekten bleibt das Reinershofer Zentrum die letzte städtische Option. Eltern drängen weiterhin auf Klarheit bei Finanzierung, Planung und der Vermeidung weiterer Schließungen.

Quelle