Wie Museen in Lünen nicht nur Besucher, sondern alle erreichen wollen
Susanne BachmannWie Museen in Lünen nicht nur Besucher, sondern alle erreichen wollen
Städtisches Museum Lünen richtete Jahrestagung des Visitor Research Network aus
Am 2. Februar war das Städtische Museum Lünen Gastgeber der diesjährigen Konferenz des Visitor Research Network. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in diesem Jahr die Frage, wie Museen Zielgruppen erreichen können, die selten oder nie kulturelle Einrichtungen besuchen. Unter dem Motto "Fast da! – (Nicht-)Besucher:innen im Dialog" diskutierten Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland Strategien, um diese Gruppen besser anzusprechen.
Eröffnet wurde die Tagung mit Grußworten von Bürgermeisterstellvertreter Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, stellvertretendem Vorsitzender des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen. Ihre Reden bildeten den Auftakt für Fachgespräche über inklusive kulturelle Teilhabe.
Anschließend präsentierten die Wissenschaftler Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter aktuelle Forschungsergebnisse zur Ansprache von Nicht-Besucher:innen. In ihren Vorträgen gingen sie auf Hindernisse ein, die Menschen vom Museumsbesuch abhalten, und stellten innovative Lösungsansätze vor. Zu den Teilnehmenden zählten Fachleute aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Deutsche Museen haben bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um den Zugang zu erleichtern. Dazu gehören Audioguides, mehrsprachige Ausstellungstexte auf Englisch, in Leichter Sprache und auf Arabisch sowie digitale Angebote wie interaktive Erzählformate und Datenvisualisierungen. Neue Projekte wie die Initiative DigiVerS (2025–2026) zielen darauf ab, die digitale Forschungsdatenverwaltung zu verbessern und den offenen Zugang zu Sammlungsbeständen auszubauen.
In den Pausen zwischen den Sitzungen hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, die Dauerausstellung des Städtischen Museums Lünen zu besichtigen. Das Museumsteam stellte lokale Projekte vor, die darauf abzielen, ein vielfältigeres Publikum anzusprechen. Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen lobte im Nachgang die professionelle Organisation der Veranstaltung und das Engagement der Gastgeber.
Die Konferenz brachte Fachleute zusammen, um Herausforderungen in der Museumsvermittlung zu diskutieren. Im Fokus standen praxisnahe Lösungen, um unterrepräsentierte Gruppen stärker einzubinden. Sowohl Veranstalter:innen als auch Teilnehmende nahmen neue Impulse mit, wie kulturelle Einrichtungen für alle zugänglicher gestaltet werden können.






