Wie ein hölzerner Flugtraum fünf Künstler zu 'Den Experten' machte
Susanne BachmannWie ein hölzerner Flugtraum fünf Künstler zu 'Den Experten' machte
1985 sorgte eine Gruppe junger Künstler aus dem Oberallgäu mit dem Gewinn eines bedeutenden Preises für eine ungewöhnliche Skulptur für Schlagzeilen. Ihr Werk, ein hölzernes, flugzeugähnliches Objekt mit dem Namen 'Frühkeltischer Schindelflügel', faszinierte sowohl Kritiker als auch die Öffentlichkeit. Das dahinterstehende Kollektiv 'Die Experten' wurde schnell für seinen mutigen und verspielt-unkonventionellen Umgang mit Kunst bekannt.
Die Skulptur, die ihnen zum Durchbruch verhalf, war ein skurriles Holzobjekt, das an ein kleines Flugzeug erinnerte. Der 'Frühkeltische Schindelflügel' wurde mit einer fantasievollen Entstehungsgeschichte versehen, die seinen Charme noch steigerte. Für dieses Werk erhielten sie den 'Großen Preis der sieben Schwaben', gestiftet von der 'Augsburger Allgemeinen'.
Die Künstler – Gerhard Weiß, Günther Zitzmann, Ecke Recla, Rudi Braxmeier und Martin Baur – schlossen sich nach diesem Erfolg zu 'Die Experten' zusammen. Über die frühen Jahre der Gruppe ist nur wenig bekannt, doch sie erlangten schnell einen Ruf für spektakuläre, oft provokante Aktionen. Ihre Arbeiten bestachen durch Humor, Kreativität und die bewusste Abkehr von künstlerischen Konventionen.
Trotz wachsender Bekanntheit bleiben die Details ihrer ersten Ausstellung unklar. Fest steht jedoch, dass die preisgekrönte Skulptur den Auftakt zu einer Reihe kühner Projekte bildete, die sie immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit rückten.
Der 'Frühkeltische Schindelflügel' wurde zum prägenden Moment für 'Die Experten' und katapultierte sie zu einem der meistdiskutierten Kunstkollektive Deutschlands. Ihre Mischung aus Witz und handwerklichem Können hinterließ bleibende Spuren in der Kunstszene. Auch wenn ihre Ursprünge etwas im Dunkeln liegen, ist ihr Einfluss auf die zeitgenössische Kunst unbestritten.






