Weiße Ellipsen auf Straßen retten Motorradfahrer in gefährlichen Kurven
Susanne BachmannWeiße Ellipsen auf Straßen retten Motorradfahrer in gefährlichen Kurven
Weiße elliptische Straßenmarkierungen erweisen sich als wirksam bei der Verringerung von Motorradunfällen auf gefährlichen Kurven. Aktuelle Testphasen in Deutschland und Österreich zeigen deutliche Fortschritte in der Sicherheit der Fahrer. Nun planen die Verantwortlichen, das Konzept auf weitere Strecken auszuweiten.
Die Markierungen leiten Motorradfahrer durch Kurven, indem sie zu angepassten Geschwindigkeiten und einer besseren Positionierung anregen. Seit ihrer Einführung auf einer deutschen Teststrecke wurden keine schweren Unfälle mehr verzeichnet. Unter Einbeziehung der Daten aus dem Jahr der Installation beträgt die Reduzierung der Vorfälle etwa 56 %.
Auch Österreich verzeichnet ähnliche Erfolge: An besonders risikoreichen Stellen mit diesen Markierungen gingen Unfälle mit Personenschäden um 42 % zurück. Gleichzeitig stiegen Motorradunfälle auf vergleichbaren österreichischen Straßen ohne die Markierungen im gleichen Zeitraum um etwa 10 %.
Deutschland hat die elliptischen Markierungen bis Ende 2024 bereits auf rund 1.200 Kilometern Bundes- und Landesstraßen aufgebracht. Besonders aktiv bei der Umsetzung waren Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Nun kündigte Verkehrsminister Oliver Krischer eine Ausweitung auf zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen an.
Die RWTH Aachen wird das neue Projekt wissenschaftlich begleiten. Mit Wärmebildkameras und KI analysieren Forscher, wie die Markierungen das Fahrverhalten und die Sicherheit der Motorradfahrer beeinflussen.
Die Erweiterung folgt klaren Belegen für die Wirksamkeit der Markierungen: Ohne schwere Unfälle auf der Teststrecke und messbaren Rückgängen bei Verletzungen an anderen Orten soll das Konzept weiter ausgebaut werden. Eine fortlaufende wissenschaftliche Auswertung wird die langfristigen Effekte dokumentieren.






