04 February 2026, 00:06

Ver.di-Warnstreiks legen AWO-Einrichtungen in NRW lahm – Eltern und Pflegebedürftige betroffen

Plakat zeigt die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri mit einer Gruppe Menschen in traditioneller Kleidung, einige stehend, einige sitzend, mit Ausdrucken von Not, Angst und Verzweiflung, mit der Aufschrift "Die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri" oben und unten.

Erste Warnstreiks in Awo-Kindergärten - Ver.di-Warnstreiks legen AWO-Einrichtungen in NRW lahm – Eltern und Pflegebedürftige betroffen

Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di behindern AWO-Dienste in ganz Nordrhein-Westfalen

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In dieser Woche wird es durch Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di zu erheblichen Einschränkungen bei den Diensten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Nordrhein-Westfalen kommen. Betroffen sind Kitas, Pflegeheime und soziale Einrichtungen, die teilweise schließen oder nur eingeschränkt arbeiten müssen, da Beschäftigte die Arbeit niederlegen. Die Aktionen folgen gescheiterten Tarifverhandlungen; weitere Proteste sind in mehreren Städten geplant.

Am Mittwoch werden sich 23 AWO-Kitas in Essen dem Streik anschließen, wodurch einige Einrichtungen ganz schließen oder Gruppen zusammenlegen müssen. Eine Notbetreuung könnte angeboten werden, doch Eltern müssen mit Beeinträchtigungen rechnen. Ähnliche Maßnahmen sind in Köln zu erwarten, wo Pflegekräfte streiken, gleichzeitig aber die Versorgung der Bewohner sichergestellt bleibt.

Gleichzeitig finden in Essen, Aachen und Köln Kundgebungen statt. Auch Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, die im Tarifkonflikt um die Besoldung streiten, werden sich den Demonstrationen anschließen. Am darauffolgenden Tag dehnen sich die Streiks auf Ostwestfalen-Lippe aus, wo in Herford eine Protestaktion geplant ist.

Forderungen und Ablehnung Ver.di verlangt für alle AWO-Beschäftigten eine monatliche Bruttoerhöhung von 500 Euro sowie 300 Euro zusätzlich für Auszubildende. Zudem fordert die Gewerkschaft drei weitere freie Tage pro Jahr für ihre Mitglieder und bessere Arbeitsbedingungen für Auszubildende. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als "völlig überzogen" und finanziell nicht umsetzbar ab.

Die Streiks könnten Tausende Beschäftigte betreffen, da die AWO landesweit rund 35.000 tarifgebundene Mitarbeiter in sozialen Diensten beschäftigt. Mit weiteren Beeinträchtigungen ist im Rhein-Erft-Kreis, in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis zu rechnen.

Die Warnstreiks werden sich auf Kitas, Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste in der gesamten Region auswirken. Zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft gibt es weiterhin keine Einigung in Sachen Bezahlung und Arbeitsbedingungen – eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Eltern, Pflegekräfte und Nutzer sozialer Dienste werden aufgefordert, sich über lokale Schließungen oder Änderungen zu informieren.