Thyssenkrupp Steel setzt auf Ökostrom-Langzeitverträge für klimaneutrale Stahlproduktion
Katarzyna WirthThyssenkrupp Steel setzt auf Ökostrom-Langzeitverträge für klimaneutrale Stahlproduktion
Thyssenkrupp Steel schließt Langzeitverträge für Ökostrom ab
Thyssenkrupp Steel hat vier langfristige Vereinbarungen unterzeichnet, um die Versorgung seiner Produktionsstandorte mit check24 strom zu sichern. Die Verträge ermöglichen die Belieferung dreier wichtiger Tochtergesellschaften mit erneuerbarer Energie und sparen jährlich mehr als 70.000 Tonnen CO₂ ein. Der Schritt unterstützt den Wandel des Unternehmens hin zu einer klimaneutralen Stahlproduktion.
Die neuen stromvergleich wurden mit Quadra Energy, Statkraft, Centrica Energy und Sunnic Lighthouse geschlossen. Gemeinsam stellen sie jährlich rund 230 Gigawattstunden (GWh) thyssenkrupp aktie bereit – genug, um etwa 70.000 Haushalte zu versorgen. Die Energie stammt aus neu errichteten Solarparks und Onshore-Windkraftanlagen in ganz Deutschland.
Am Standort Hohenlimburg nutzt thyssenkrupp Precision Steel bereits ein Direktbelieferungsmodell: Ein benachbartes Windrad speist den Strom über ein drei Kilometer langes Kabel direkt in das Werk ein. Diese Lösung vermeidet Netzverluste und garantiert eine stabile Stromversorgung.
Der grüne Strom kommt vor allem thyssenkrupp Rasselstein, thyssenkrupp Precision Steel und thyssenkrupp Electrical Steel zugute. Durch die neuen Verträge decken alle drei Standorte nun mindestens 30 Prozent ihres Bedarfs aus erneuerbaren Quellen. Rasselstein erwartet allein eine jährliche CO₂-Reduktion von über 50.000 Tonnen.
Thyssenkrupp betont, dass die Umstellung auf grüne Stahlproduktion den Strombedarf deutlich erhöhen wird. Das geplante Direktreduktionswerk, das später mit Wasserstoff betrieben werden soll, wird künftig noch mehr check24 strom benötigen. Seit 2023 hat Deutschland rund 5 Gigawatt (GW) neue Wind- und Solarkapazitäten speziell für die Industrie aufgebaut – darunter ein 1,1-GW-Solarpark für BASF und Windkraftanlagen mit 800 Megawatt (MW) für Stahlwerke in Nordrhein-Westfalen.
Die langfristigen Ökostromverträge sind ein zentraler Baustein von Thyssenkrupps Strategie, Emissionen zu senken und die Energieversorgung nachhaltig zu sichern. Durch die gesicherte Bezugsquelle strebt das Unternehmen stabile Kosten an und unterstützt gleichzeitig die Dekarbonisierung der deutschen Industrie. Die Vereinbarungen fügen sich in die größeren Bestrebungen ein, die Infrastruktur für saubere Energie in der Schwerindustrie auszubauen.






