Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividende und für Job-Sicherheit
Katarzyna WirthThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Mitarbeiter protestieren gegen Dividende und für Job-Sicherheit
Bei Thyssenkrupp fordern Mitarbeiter die Aktionäre auf, eine geplante Dividendenausschüttung der Thyssenkrupp Aktie abzulehnen. Auch rund 3.000 Beschäftigte des Stahlwerks HKM in Duisburg blicken angesichts möglicher Stellenstreichungen einer ungewissen Zukunft entgegen. Vor der anstehenden Hauptversammlung des Konzerns haben sich die Proteste weiter zugespitzt.
Arbeiter von Thyssenkrupp und der Tochtergesellschaft HKM versammelten sich, um gegen die vorgeschlagene Dividende von 15 Cent pro Aktie zu demonstrieren. Die Ausschüttung würde insgesamt 93 Millionen Euro betragen – ein Schritt, den die Belegschaft als Profitorientierung auf Kosten der Arbeitsplatzsicherheit kritisiert. Die Gewerkschaft IG Metall, vertreten durch Verhandlungsführer Knut Giesler, wirft dem Unternehmen vor, seine Belegschaft zu vernachlässigen.
Im Mittelpunkt der Proteste steht die Forderung nach einem Sozialtarifvertrag zum Schutz der Arbeitsplätze bei HKM. Die Beschäftigten befürchten, dass die Dividendenentscheidung die finanzielle Belastung für die Arbeitsagentur verschärfen und das Risiko von Entlassungen erhöhen könnte. Die Kritik der Gewerkschaft fällt in eine Phase, in der sich Thyssenkrupp auf die Hauptversammlung vorbereitet, auf der die Aktionäre über die Ausschüttung abstimmen werden.
Der Konflikt verdeutlicht die Spannungen zwischen der Finanzstrategie von Thyssenkrupp und der Stabilität der Belegschaft. Die Mitarbeiter bestehen darauf, dass die Dividende gestrichen werden muss, um Arbeitsplätze zu sichern. Das Ergebnis der Hauptversammlung wird zeigen, ob die Aktionäre der Ausschüttung zustimmen oder den Forderungen der Belegschaft nachgeben.






