Streiks in Bielefeld: Wie Eltern ihre Kinder trotz ÖPNV-Ausfall zur Schule bringen sollen
Blanka JesselStreiks in Bielefeld: Wie Eltern ihre Kinder trotz ÖPNV-Ausfall zur Schule bringen sollen
Streiks im ÖPNV in Bielefeld sorgen für Probleme bei der Schulbeförderung
Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bielefeld bereiten Familien erhebliche Schwierigkeiten, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Viele Haushalte kämpfen mit fehlenden privaten Transportmöglichkeiten, beruflichen Verpflichtungen oder den Herausforderungen alleinerziehender Elternteile. Trotz dieser Hindernisse bleibt die Schulpflicht bestehen.
Der andauernde Arbeitskampf bei MoBiel, dem Bielefelder Verkehrsbetrieb, zwingt Eltern, nach Alternativen zu suchen, um ihre Kinder sicher zur Schule zu bringen. Zwar hat das Unternehmen zugesagt, den Schülerverkehr am Freitag priorisiert zu bedienen, doch mit Einschränkungen ist weiterhin zu rechnen.
Einige Eltern fordern als vorübergehende Lösung während der Streiks den Wechsel zu Distanzunterricht. Das Landesbildungsministerium hat diese Option für Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse jedoch untersagt. An der Gesamtschule Rosenhöhe wurde ein Antrag auf Online-Unterricht aufgrund dieser Vorschriften abgelehnt.
Da es bei den Anwesenheitsregeln keine Ausnahmen gibt, müssen viele Eltern ihre Arbeitszeiten umorganisieren oder auf Hilfe von außen zurückgreifen. Die Pflicht, Kinder auch bei angekündigten Streiks in die Schule zu schicken, bleibt bestehen.
Besonders betroffen sind Familien ohne eigenes Auto oder mit starren Arbeitszeiten. Das Verbot von Distanzunterricht lässt ihnen kaum Alternativen – sie müssen ihren Alltag notgedrungen anpassen. Der Streik am Freitag wird zeigen, ob MoBiel den Schülerverkehr aufrechterhalten und Störungen minimieren kann.






