Steuerfahnder durchsuchen 7.000 Influencer wegen Verdachts auf Hinterziehung
Susanne BachmannSteuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - Steuerfahnder durchsuchen 7.000 Influencer wegen Verdachts auf Hinterziehung
Steuerfahnder in Nordrhein-Westfalen leiten Großrazzia gegen Social-Media-Influencer ein
Die Finanzbehörden in Nordrhein-Westfalen haben eine umfangreiche Untersuchung zu möglicher Steuerhinterziehung durch Social-Media-Influencer eingeleitet. Betroffen sind mehr als 7.000 Personen, deren Daten von verschiedenen Plattformen ausgewertet werden. Jeder Einzelfall soll nun geprüft werden, um festzustellen, ob Steuern in voller Höhe abgeführt wurden.
Auslöser für die Ermittlungen war der Erwerb eines großen Datensatzes durch das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität, der mit Influencern in Verbindung steht. Die Unterlagen, die von mehreren Plattformen stammen, enthalten tausende Einträge. Die Behörden bestätigten, dass in der Region bereits rund 200 strafrechtliche Verfahren wegen Steuerhinterziehung laufen.
Weitere 6.000 Datensätze werden derzeit noch geprüft, wobei nicht alle zu offiziellen Ermittlungen führen müssen. Aufgrund der schieren Menge an Fällen warnen die Beamten, dass die Auswertung Zeit in Anspruch nehmen wird. Zwar haben auch andere Bundesländer ähnliche Kontrollen eingeleitet, doch landesweite Zahlen liegen bisher nicht vor.
Sollten sich Verdachtsfälle bestätigen, drohen Influencern, die ihre Einnahmen zu niedrig angegeben haben, empfindliche Strafen. Das Finanzamt Nordrhein-Westfalen wird die Daten in den kommenden Monaten weiter auswerten. Die Ergebnisse könnten zudem zu einer verschärften Überwachung der Einkünfte von Influencern in ganz Deutschland führen.






