04 February 2026, 09:20

Solinger Kirche plant radikale Umstrukturierung ihrer 22 Immobilien bis 2037

Das Innere einer Kirche mit hölzernen Kirchenbänken, Blumensträußen auf dem Boden, Deckenlampen, Buntglasfenstern auf beiden Seiten und Skulpturen an den Wänden im Hintergrund.

Solinger Kirche plant radikale Umstrukturierung ihrer 22 Immobilien bis 2037

Evangelische Kirche in Solingen plant umfangreiche Umstrukturierung ihrer Immobilien

Die Evangelische Kirche in Solingen steht vor tiefgreifenden Veränderungen ihrer Gebäudenutzung in den kommenden zehn Jahren. Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, lädt eine Informationsveranstaltung in der Stadtkirche Mitte die Öffentlichkeit ein, gemeinsam zu beraten, welche Kirchengebäude über das Jahr 2035 hinaus genutzt werden sollen. Der Abend folgt auf monatelange Vorarbeiten einer speziellen Arbeitsgruppe, die die Zukunft dieser Räume gestalten soll.

Eine unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter stehende Projektgruppe war im vergangenen November vom Kirchenkreissynodale eingesetzt worden. Ihr Auftrag: bis Februar einen ersten Entwurf vorzulegen, der aufzeigt, welche der 13 aktiven Kirchengebäude und neun Gemeindezentren in Solingen langfristig in kirchlicher Hand bleiben sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht finanzielle Aspekte, sondern praktische Erfordernisse: Welche Standorte sind am nützlichsten, welche strategisch sinnvoll – und welche Einrichtungen gibt es bereits?

Superintendentin Dr. Ilka Werner betont, dass es zunächst darum gehe, anhand der Bedürfnisse der Gemeinden, der Lage der Gebäude und der verfügbaren Ressourcen zu entscheiden, welche Immobilien behalten werden. Ziel ist es, die Gesamtfläche der Kirchengebäude bis 2037 um etwa die Hälfte zu reduzieren – eine Reaktion auf sinkende Mitgliederzahlen, weniger Personal und wachsende Anforderungen, insbesondere im Bereich Klimaschutz.

Laut Angaben der Stadt und der Kirche wurden in den vergangenen fünf Jahren in Solingen keine Kirchengebäude verkauft oder für nicht-religiöse Zwecke umgenutzt. Die Informationsveranstaltung bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, Fragen zu stellen, ihre Meinung einzubringen und die anstehenden Entscheidungen mitzugestalten.

Der Termin am 11. Februar markiert den Auftakt eines langfristigen Prozesses, der die kirchliche Immobilienlandschaft in Solingen neu ordnen soll. Mit 13 aktiven Kirchen und neun Gemeindezentren muss die Kirche entscheiden, welche Standorte sie behält und welche sie aufgibt. Die endgültigen Beschlüsse werden prägend dafür sein, wie sich das evangelische Gemeindeleben in der Stadt in den kommenden Jahrzehnten entwickelt.

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