05 February 2026, 07:18

Solingen streitet über Industriegebiet am Schrodtberg – Grüne warnen vor ökologischen Folgen

Eine Stadtkarte mit einem grünen Bereich in der Mitte, die eine geplante Stelle markiert, und Text, der die Grenzen von Gebäuden, Straßen und anderen Stadtmerkmalen beschreibt.

Solingen streitet über Industriegebiet am Schrodtberg – Grüne warnen vor ökologischen Folgen

Pläne, den Schrodtberg in ein Industriegebiet umzuwandeln, haben in Solingen für Aufsehen gesorgt. Die Grünen warnen, dass eine solche Bebauung die ökologische Funktion des Gebiets beeinträchtigen würde, und stoßen damit auf massiven Widerstand bei Anwohnern. Durch anstehende Klagen könnte sich das Projekt weiter verzögern.

Die Diskussion entbrannte, nachdem der Masterplan Arbeit und Wirtschaft der Stadt ursprünglich vorgesehen hatte, lediglich das ehemalige Sportfeld in Schrodtberg gewerblich zu nutzen. Die SPD änderte jedoch kürzlich ihre Haltung und spricht sich nun für eine Bebauung sowohl in Schrodtberg als auch in Fürkeltrath II aus. Zudem stimmte die Partei zu, Piepersberg-West als möglichen Gewerbestandort zu prüfen – ein Schritt, der von FDP und CDU unterstützt wird.

Die Grünen üben scharfe Kritik an diesen Plänen. Ihrer Ansicht nach bildet der Schrodtberg zusammen mit dem Fleußmühlental ein wichtiges Biotop für die Stadt. Die Partei fordert, Stöcken/Schrodtberg, Piepersberg-West und Fürkeltrath II stattdessen als Landschaftsschutzgebiete auszuweisen.

Eine Bebauung des Schrodtbergs wäre zudem aufgrund des steilen Geländes kostspielig und schwierig umzusetzen. Statt neue Flächen zu erschließen, schlagen die Grünen vor, bestehende Gewerbegebiete wie etwa in der Nähe des Birkenweiher zu nutzen. Der Stadtrat solle sich auf eine nachhaltige Flächennutzung konzentrieren, die wirtschaftliche Interessen mit Klima- und Naturschutz in Einklang bringt.

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Da Anwohner nun rechtliche Schritte vorbereiten, ist mit weiteren Verzögerungen zu rechnen. Die Grünen setzen sich weiterhin für Alternativen ein, die ökologisch sensible Gebiete schonen. Ohne Änderungen an den aktuellen Plänen wird der Streit um die Zukunft des Schrodtbergs voraussichtlich anhalten.