Solingen revolutioniert Gesundheitswesen mit Kreislaufwirtschafts-Projekt Circular.Care.Solingen
Katarzyna WirthSolingen revolutioniert Gesundheitswesen mit Kreislaufwirtschafts-Projekt Circular.Care.Solingen
Solingen startet Nachhaltigkeitsinitiative Circular.Care.Solingen für eine klimafreundliche Gesundheitsversorgung
Solingen führt mit Circular.Care.Solingen eine neue Nachhaltigkeitsinitiative ein, um den Gesundheitssektor der Stadt grundlegend zu verändern. Das Projekt setzt auf Abfallvermeidung, Emissionsreduktion und die Förderung von Kreislaufwirtschaft. Erstmals beteiligen sich lokale Krankenhäuser an einem solchen Vorhaben.
Die auf drei Jahre angelegte Initiative läuft von November 2025 bis Oktober 2028. Sie entsteht in Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, dem Klinikum Solingen und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Finanziert wird das Projekt durch EU-Fördermittel sowie das Umweltministerium von Nordrhein-Westfalen; jeder Partner übernimmt 10 Prozent der Kosten.
In der ersten Phase steht das Klinikum Solingen im Mittelpunkt, das jährlich rund 1.000 Tonnen Abfall produziert. Geplant sind die Modernisierung des Abfallmanagements und die Einführung nachhaltiger Beschaffungspraktiken. Die Ziele: weniger Ressourcenverbrauch, höhere Recyclingquoten sowie sinkender Energiebedarf und CO₂-Ausstoß.
Doch das Projekt geht über reine Abfallvermeidung hinaus. Es sollen neue Geschäftsmodelle entwickelt und regionale Lieferketten gestärkt werden. Zudem will man nachhaltiges Produktdesign fördern und die Kosten für Beschaffung und Entsorgung senken. Die Mitarbeiter werden von Anfang an einbezogen; später sollen weitere Gesundheitseinrichtungen ähnliche Maßnahmen übernehmen.
Solingen hat Kreislaufwirtschaftsprinzipien bereits in früheren Projekten wie Hospital to Go und Academy to Go erprobt. Bisher hatten sich jedoch keine lokalen Krankenhäuser an Nachhaltigkeitspilotprojekten beteiligt – bis zu dieser Initiative.
Über die dreijährige Laufzeit hinweg werden Fortschritte bei Abfallreduktion, Kosteneinsparungen und Emissionsminderung dokumentiert. Bei Erfolg könnten die entwickelten Methoden als Vorbild für andere Gesundheitseinrichtungen in der Region dienen. Die Stadt strebt an, mit dem Projekt einen neuen Standard für nachhaltige medizinische Versorgung zu setzen.






