Schalke 04 zerrissen: Soll Clemens Tönnies als Ehrenpräsident zurückkehren?
Susanne BachmannEx-Schalke-Chef Tönnies versteht Proteste gegen ihn nicht - Schalke 04 zerrissen: Soll Clemens Tönnies als Ehrenpräsident zurückkehren?
Schalke 04 bleibt gespalten über mögliche Rückkehr von Clemens Tönnies als Ehrenpräsident
Die Diskussionen um eine mögliche Rückkehr von Clemens Tönnies als Ehrenpräsident von Schalke 04 reißen nicht ab. Seit Monaten protestieren Ultra-Gruppen gegen den umstrittenen Unternehmer – zuletzt bei der Partie gegen Dynamo Dresden im Januar 2026. Die Vereinsführung hat sich bislang nicht klar positioniert.
Am 2. Januar 2026 eskalierten die Spannungen erneut, als Schalke im Spiel gegen Dynamo Dresden ein 2:2 erreichte. Fans entrollten Transparente mit Aufschriften wie "CT, bleib dem Ehrenpräsidium fern" und anderen kritischen Botschaften. Die Proteste richteten sich gegen die anhaltenden Gespräche über eine mögliche Wahl Tönnies' auf der Mitgliederversammlung im Juli.
Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende, der sein Amt bereits vor Jahren niederlegte, wies die Kritik als Werk einer lauten Minderheit zurück. Die ständigen Angriffe berührten ihn nicht mehr, erklärte er, und fragte, warum das Thema jetzt wieder aufgegriffen werde. Gleichzeitig betonte Tönnies, er habe das Angebot für das Ehrenamt noch nicht ernsthaft in Erwägung gezogen.
Das Verhältnis zwischen Tönnies und der organisierten Fanszene von Schalke ist seit Jahren belastet. Dennoch rief er die Anhänger dazu auf, sich auf den sportlichen Aufstiegskampf und den Zusammenhalt im Verein zu konzentrieren. Der Club selbst hat seit Beginn der Ultra-Proteste im Juli 2024 keine offizielle Haltung bezogen.
Vor der Mitgliederversammlung im Juli zeigt sich keine Entspannung in der Debatte. Eine mögliche Berufung Tönnies' bleibt ein Zankapfel, die Ablehnung in der Fanszene ungebrochen. Die Schweigsamkeit des Vereins lässt die Angelegenheit vorerst ungelöst.






