Redcare Apotheke hofft auf Comeback durch neue E-Rezept-Regeln
Redcare Apotheke vor möglichem Wendepunkt nach turbulentem Jahr
Eine neue Regulierungsänderung in Deutschland könnte es Kunden erleichtern, E-Rezepte über mobile App Store-Apps abzurufen – eine Entwicklung, die für die Redcare Apotheke nach einem schwierigen Jahr mit Wettbewerbsdruck und Börsenschwankungen ein entscheidender Impuls sein könnte.
Im Januar 2026 veröffentlichte die gematik, die nationale Agentur für digitale Gesundheitsversorgung, einen Entwurf für die Spezifikation PoPP (Proof of Patient Presence). Dieser sieht vor, dass künftig keine PIN mehr erforderlich ist, um E-Rezepte über Apps wie die von Redcare einzulösen. Die Änderung soll digitale Bestellprozesse vereinfachen und die Regeln für den Fernverkauf von Rezepten klarer gestalten.
Bereits im Juli 2025 hatte die Apothekerkammer Nordrhein die Rechtmäßigkeit von Rabattaktionen infrage gestellt und Bedenken hinsichtlich der Einhaltung des Werberechts geäußert. Unterdessen kämpft die Redcare-Aktie mit einem Kurs Euro von 60,35 Euro, während der Konkurrent Rossmann seine Online-Apothekendienste ausbaut.
Trotz dieser Herausforderungen bleiben Analysten optimistisch: Die Berenberg Bank hält ihre Kaufempfehlung mit einem Kurs Euro von 165,00 Euro aufrecht, Barclays stufte die Aktie weiterhin als "übergewichten" ein. Die durchschnittliche Kurs Euro der Analysten liegt zwischen 131 und 142 Euro.
Anleger warten nun gespannt auf die testierten Ergebnisse des vierten Quartals 2025, die am 4. März 2026 veröffentlicht werden. Im Fokus stehen dabei das Umsatzwachstum und die Kundengewinnungszahlen.
Die PoPP-Spezifikation könnte den Zugang zu E-Rezepten deutlich vereinfachen – ein Vorteil für den appbasierten Service von Redcare. Mit mehr regulatorischer Klarheit und Analystenrückhalt könnte das Unternehmen wieder an Fahrt gewinnen. Der anstehende Quartalsbericht wird weitere Aufschlüsse über die Erholungschancen geben.






