31 March 2026, 12:50

Proteste gegen KiBiz-Reform: Eltern und Erzieherinnen fordern bessere Kita-Bedingungen in NRW

Plakat für die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri, das eine Gruppe von Menschen in traditioneller Kleidung zeigt, einige stehen, einige sitzen, mit Ausdrucken von Unbehagen und Text oben und unten.

Proteste gegen KiBiz-Reform: Eltern und Erzieherinnen fordern bessere Kita-Bedingungen in NRW

Eltern, Erzieherinnen und Kinder in Nordrhein-Westfalen sind auf die Straße gegangen, um gegen geplante Reformen des Landesgesetzes zur Kindertagesbetreuung (KiBiz) zu protestieren. Rund 50 Menschen versammelten sich vor dem St.-Josef-Kindergarten Saalhausen in Lennestadt und hielten Schilder mit dem Motto "Wir sind sprachlos" hoch, um gegen Kürzungen bei der Finanzierung und Personalmangel zu protestieren.

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Die Kundgebung wurde vom Trägerverbund WIR-KITAs organisiert. Die Demonstranten kritisierten den Entwurf des Landesgesetzes. Eine der umstrittensten Änderungen ist die Einführung von "Kern- und Randzeiten", die vorsehen, dass Erzieherinnen künftig nur noch fünf Stunden am Tag anwesend sein müssten. Kathrin Lawicki, eine Elternvertreterin, warnte, dass dies die Betreuungsqualität für Kinder massiv verschlechtern werde.

Vanessa Frankenthal, Leiterin des St.-Josef-Kindergartens Saalhausen, erklärte, das aktuelle System erfülle die Bedürfnisse der Kinder bereits jetzt nicht ausreichend. Sie verwies auf steigende Energiekosten und einen chronischen Personalmangel als zentrale Herausforderungen. Die KiBiz-Reform, die im Januar in Kraft trat, habe die Inflation nicht ausgeglichen, sodass viele Einrichtungen finanziell am Limit seien.

Angesichts der wachsenden Unzufriedenheit kündigte die Landesregierung zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro für das kommende Kita-Jahr an, das im August beginnt. Dennoch sind in den nächsten Wochen weitere Proteste an anderen Kindertageseinrichtungen geplant.

Die Demonstrationen zeigen, wie tief die Sorgen über Personalausstattung, Finanzierungslücken und die Auswirkungen der geplanten Reformen auf die Betreuungsqualität sind. Mit weiteren Protesten im Blick steigt der Druck auf die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, die KiBiz-Änderungen noch einmal grundlegend zu überarbeiten.

Quelle