31 March 2026, 18:35

Obdachlosigkeit in Deutschland erreicht traurigen Rekord mit über einer Million Betroffenen

Plakat mit einer Person in einem weißen Hemd und blauen Jeans, die in einem verschneiten Feld mit entschlossener Miene steht, umgeben von fettem schwarzem Text, der "Hilfe bei der Ernte - Eis ist notwendig, um Lebensmittel für die hungernden Menschen der Welt zu retten" gegen einen hellblauen Himmel lautet.

Obdachlosigkeit in Deutschland erreicht traurigen Rekord mit über einer Million Betroffenen

Obdachlosigkeit in Deutschland erreicht Rekordhöhe – über eine Million Betroffene im Jahr 2024

In Deutschland hat die Obdachlosigkeit einen neuen Höchststand erreicht: Über eine Million Menschen waren 2024 betroffen. Allein in Nordrhein-Westfalen (NRW) hatten rund 122.000 Personen keinen sicheren Wohnraum. Besonders stark betroffen sind Städte wie Dortmund und Köln, wo auffällig viele Menschen auf der Straße leben.

Offizielle bundesweite Erfassungen von wohnungslosen Menschen auf der Straße gibt es nicht, doch Schätzungen zufolge lebten im vergangenen Jahr über 50.000 Menschen im Freien. Die Gesamtzahl obdachloser Erwachsener – einschließlich derer in Notunterkünften – lag bei etwa 765.000, einige Quellen nennen sogar noch höhere Zahlen. Wohnungsmangel und verbesserte Meldesysteme haben zu diesem deutlichen Anstieg beigetragen. Besonders dramatisch ist die Entwicklung bei minderjährigen Obdachlosen: Ihre Zahl stieg von 47.200 im Jahr 2022 auf über 137.100 im Januar 2025 – fast eine Verdreifachung.

In NRW setzen größere Städte wie Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Köln und Münster in der kalten Jahreszeit spezielle Kältebusse ein, um Obdachlosen bei Frost Schutz zu bieten. Auch Sozialmobile leisten wichtige Arbeit: Sie verteilen Decken, Isomatten, warme Getränke und Mahlzeiten an Bedürftige.

Rund 80 Prozent der Wohnungslosen in Deutschland besaßen 2024 keine deutsche Staatsbürgerschaft. Behörden raten der Bevölkerung, bei Begegnungen mit Obdachlosen behutsam vorzugehen – etwa durch ein Gespräch, bevor der Notruf gewählt wird. Schon kleine Kontakte können Vorbehalte abbauen und Betroffene ermutigen, weitere Hilfsangebote anzunehmen.

Besonders gefragt sind Spenden wie warme Kleidung, Schlafsäcke und Decken. Diese Sachspenden lindern akute Not, insbesondere in den harten Wintermonaten.

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Während die Zahl der Menschen, die direkt auf der Straße leben, 2024 mit 56.000 stabil blieb, wächst die Gesamtzahl der Wohnungslosen weiter – angetrieben durch Wohnungsnot und Migration. Lokale Hilfsangebote wie Kältebusse und Sozialmobile bleiben unverzichtbar, um Leid in extremen Wetterlagen zu verhindern und Unterstützung zu leisten.

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