NRW plant Reform der Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Empfänger
Katarzyna WirthFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW plant Reform der Grundsicherung: Strengere Regeln für fast 2 Millionen Empfänger
Fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen waren Ende 2024 auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner oder 11,1 Prozent der Bevölkerung. Die Landesregierung plant nun umfassende Reformen des Systems, darunter strengere Auflagen für Leistungsbezieher.
Die Leistungen, zu denen Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter, Hilfe bei Erwerbsminderung und Asylbewerberleistungen zählen, variieren stark innerhalb des Landes. Während Gelsenkirchen im Rheinland mit 21,7 Prozent die höchste Quote verzeichnete, lag Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent am niedrigsten.
Über 1,55 Millionen Menschen erhielten Bürgergeld – den größten Anteil der Grundsicherungsempfänger. Weitere 321.000 Personen waren auf die Grundsicherung im Alter angewiesen. Gleichzeitig sank die Zahl der Asylbewerber, die Leistungen bezogen, um 15.100 auf 88.555.
Die schwarz-rote Koalition hat angekündigt, das Bürgergeld umzugestalten und in Grundsicherung umzubenennen. Geplant sind schärfere Mitwirkungspflichten sowie höhere Sanktionen für diejenigen, die gegen die Regeln verstoßen.
Die Reformen zielen darauf ab, die Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen neu auszurichten. Mit fast 2 Millionen Betroffenen werden sich die Änderungen auf Arbeitslosenhilfe, Altersvorsorge und Asylleistungen auswirken. Die verschärften Bedingungen sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten.






