Niederrhein wird zum Camper-Paradies mit Rekordübernachtungen und günstigen Stellplätzen
Blanka JesselNiederrhein wird zum Camper-Paradies mit Rekordübernachtungen und günstigen Stellplätzen
Am Niederrhein boomt der Wohnmobil-Tourismus – die Besucherzahlen steigen stetig an. Bekannt für seine malerische Lage zwischen den Niederlanden und dem Ruhrgebiet, verzeichnete die Region allein 2024 rund 2,8 Millionen Übernachtungen. Lokale Verantwortliche erwarten, dass diese Zahl in den kommenden Jahren noch weiter steigen wird.
Der Wohnmobil-Tourismus hat sich am Niederrhein zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. 2024 erzielte der Sektor etwa 78 Millionen Euro Umsatz – begünstigt durch die günstigen Stellplatzpreise in der Region. Eine Übernachtung kostet hier durchschnittlich rund 25 Euro, etwa die Hälfte des bundesweiten Durchschnitts, was die Region für Reisende besonders attraktiv macht.
Die Beliebtheit der Gegend wächst nicht zuletzt wegen ihrer verkehrsgünstigen Lage nahe den Landesgrenzen. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu allen Campingplätzen, doch allein Sonsbeck verfügt über drei Standorte, und Geldern bietet 50 Stellplätze an. Auch andere Gemeinden stellen Infrastruktur bereit, eine vollständige regionale Erhebung fehlt jedoch bisher.
Um noch mehr Gäste anzulocken, haben Marketingteams aus vier Kreisen ihre Kräfte gebündelt. Ihr Ziel: den Niederrhein als Top-Reiseziel für Camper zu etablieren. Die Übernachtungszahlen steigen seit Jahren – mit Ausnahme der Pandemiezeit –, und die Prognosen gehen von über drei Millionen Besuchen bis 2025 aus.
Auch bundesweit floriert die Wohnmobil-Branche: Über eine Million privat genutzte Fahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen unterwegs. Der Sektor trägt jährlich mehr als 20 Milliarden Euro zur Volkswirtschaft bei. Die lokalen Behörden am Niederrhein rechnen bis 2026 mit einem weiteren Wachstum des Wohnmobil-Tourismus.
Der Wohnmobil-Sektor am Niederrhein expandiert – mit steigenden Besucherzahlen und wachsenden Einnahmen. Günstige Stellplätze und gezielte Werbung helfen der Region, Jahr für Jahr mehr Camper anzuziehen. Die Verantwortlichen erwarten in naher Zukunft eine noch höhere Nachfrage.






