Neuer Prozess um brutalen Geldtransporter-Raub mit 526.000 Euro Beute
Rainer SchäferNeuer Prozess um brutalen Geldtransporter-Raub mit 526.000 Euro Beute
Ein spektakulärer bewaffneter Überfall aus dem Jahr 2019 kommt im nächsten Monat erneut vor Gericht. Vor dem Landgericht Wuppertal beginnt am 19. Februar der Prozess gegen sieben angeklagte Männer. Im Mittelpunkt steht ein brutaler Geldtransporter-Raub in Solingen, bei dem über eine halbe Million Euro erbeutet wurde.
Die Tat ereignete sich im Januar 2019 in einer Filiale der Sparkasse an der Fronhofstraße. Eine Gruppe von Angreifern überfiel Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens, als diese Geldautomaten auffüllten. Die Täter überwältigten einen Angestellten, fesselten ihn und erbeuteten rund 526.000 Euro aus den Geldkassetten.
Die Ermittler gingen später davon aus, dass einige der Täter Insiderwissen possessed – möglicherweise arbeiteten sie sogar für die Sicherheitsfirma. Um ihre Spuren zu verwischen, sollen die Räuber nach dem Überfall einen ihrer eigenen Komplizen gefesselt haben. Die Polizei konnte schließlich 344.100 Euro des gestohlenen Geldes in einer Dortmunder Wohnung sichern.
Im Fall gab es bereits Teilurteile. Bis Februar 2026 waren drei der sieben Angeklagten verurteilt worden: Zwei erhielten 2022 fünf bzw. sechs Jahre Haft wegen schweren Raubes, ein Dritter wurde 2024 wegen Beihilfe zu vier Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die übrigen Angeklagten warten nun auf ihr Urteil.
Der anstehende Prozess wird über das Schicksal der letzten Beschuldigten im Solinger Raubfall entscheiden. Alle Angeklagten gelten bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig. Das Urteil des Gerichts wird einen Fall abschließen, der sich über mehr als sieben Jahre hingezogen hat.






