Moers' Bürgermeisterin stärkt jüdisches Erbe mit neuer Schirmherrschaft
Blanka JesselMoers' Bürgermeisterin stärkt jüdisches Erbe mit neuer Schirmherrschaft
Bürgermeisterin Julia Zupancic übernimmt Schirmherrschaft über die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers
Die Ankündigung erfolgte während eines Treffens mit dem Vorstand des Vereins, bei dem Zupancic auch ihre Entschlossenheit betonte, das jüdische Erbe der Stadt zu bewahren. Im Rahmen der Veranstaltung wurde die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" präsentiert, die die noch sichtbaren Zeugnisse der jüdischen Vergangenheit Moers' dokumentiert.
Das Zusammentreffen markierte den offiziellen Beginn von Zupancics Unterstützung für die Gesellschaft, die sich über die Jahre aus lokalen Initiativen heraus entwickelt hat. Martin Behnisch-Wittig, der evangelische Vorsitzende, beschrieb den einzigartigen Charakter des Vereins und seine tiefen Wurzeln in der Gemeinschaft. Die Bürgermeisterin unterstrich die Bedeutung des Kampfes gegen Antisemitismus und die Bewahrung der Erinnerung an das jüdische Leben in Moers.
Bei dem Treffen stellte die Gesellschaft ihre neueste Veröffentlichung vor: "Spuren jüdischen Lebens". Die Broschüre beleuchtet die wenigen erhaltenen Relikte der jüdischen Geschichte der Stadt und gibt Einblicke in ihre frühe Entwicklung. Exemplare sind ab sofort für drei Euro in verschiedenen öffentlichen Einrichtungen in Moers erhältlich.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem zwei lokale Persönlichkeiten für ihr Engagement im christlich-jüdischen Dialog geehrt. Heinz Kremers und Nikolaus Schneider erhielten die Buber-Rosenzweig-Medaille, eine Auszeichnung, die seit 1986 nur selten an Städte außerhalb Münchens vergeben wird. Das bundesweite Netzwerk der Gesellschaft ermöglichte diese besondere Würdigung für Moers.
Ein zentrales Anliegen des Vereins bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Regelmäßige Projekte mit ortsansässigen Schulen vermitteln Schülerinnen und Schülern die Geschichte des jüdischen Lebens in der Stadt und die Bedeutung des interreligiösen Verständnisses.
Die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin und die neue Broschüre sollen das Bewusstsein für das jüdische Erbe in Moers stärken. Die laufende Arbeit der Gesellschaft mit Schulen und der Öffentlichkeit fördert weiterhin den Dialog und die Aufklärung. Die Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille unterstreicht zudem das Engagement der Stadt für die Pflege der christlich-jüdischen Beziehungen.






