07 February 2026, 21:07

Merz in Indien: Neue Allianzen gegen Chinas Dominanz in Handel und Technologie

Ein Plakat von 1913-1914 für die Ab Nordiska Company in Stockholm, das vier Frauen in einer Reihe zeigt, von denen jede ein Kleid und einen Hut in einer anderen Farbe trägt, mit beschreibendem Text.

Merz in Indien: Neue Allianzen gegen Chinas Dominanz in Handel und Technologie

Bundeskanzler Friedrich Merz ist in Indien eingetroffen, um die Stärkung der Beziehungen in den Bereichen Handel, Verteidigung und Technologie zu erörtern. Der Besuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem beide Länder angesichts sich wandelnder globaler Machtverhältnisse ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China vertiefen wollen. Unternehmensführer auf beiden Seiten sehen Chancen, stehen aber auch vor Herausforderungen beim Ausbau ihrer Partnerschaften.

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Merz' Reise unterstreicht Berlins Bestrebungen, die Zusammenarbeit mit Neu-Delhi enger zu gestalten. Offizielle Stellen bezeichnen die Partnerschaft als strategisch entscheidend – besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Störungen in den globalen Lieferketten. Indien wiederum sucht deutsche Investitionen und Spitzentechnologie, um seine Abhängigkeit von China und Russland zu verringern.

Indische Unternehmer wie Rajive Ranjan, Geschäftsführer von Techno Design, blicken optimistisch auf ein mögliches Freihandelsabkommen mit Europa. Ranjan ist überzeugt, dass es Zölle senken und den Zugang zu Fachkräften erleichtern könnte. Sein Unternehmen, das digitale Mode für deutsche und US-amerikanische Marken entwirft, plant, sein Team in Indien auszubauen und stärker in KI-gestützte Mode zu investieren.

Doch bleiben Hürden bestehen. Europäische Vorschriften stellen insbesondere für kleinere Unternehmen weiterhin eine Herausforderung dar. Lokale Wirtschaftsnetzwerke wie das Indien-Kompetenzzentrum Deutschland verzeichnen jedoch ein wachsendes Interesse an Indien als Handelspartner. Der VDMA, der deutsche Maschinenbauer vertritt, sieht starke wirtschaftliche Signale aus Indien – etwa durch Messemöglichkeiten in Mumbai.

Techno Design produziert seine Entwürfe derzeit in Indien, China und Bangladesch. Das Wachstum des Unternehmens spiegelt einen größeren Trend wider: Immer mehr Firmen verlagern ihre Aktivitäten über die traditionellen Standorte hinaus.

Der Besuch betont die Bemühungen, die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Indien zu festigen. Ein künftiges Handelsabkommen könnte Hemmnisse für Unternehmen wie Techno Design abbauen, das seine Belegschaft und KI-Investitionen ausweitet. Beide Regierungen streben an, geopolitische Risiken auszubalancieren und gleichzeitig Handel sowie Technologietransfer zu fördern.