07 April 2026, 15:11

Menden ehrt Margot Friedländer mit neuem Platz an ihrem 104. Geburtstag

Denkmal in einem Stadtplatz, das an Holocaust-Opfer erinnert, mit einem Baum davor, einem Topfgewächs am Boden, verstreuten trockenen Blättern und Gebäuden, Fahrzeugen, Pfählen und Bäumen im Hintergrund.

Zum Geburtstag: Menden eröffnet den Margot Friedländer-Platz - Menden ehrt Margot Friedländer mit neuem Platz an ihrem 104. Geburtstag

Menden im Sauerland weiht diesen Mittwoch um 18 Uhr den Margot-Friedländer-Platz ein

Die Zeremonie findet an jenem Tag statt, an dem die Holocaust-Überlebende ihren 104. Geburtstag gefeiert hätte. Friedländer, die ihr Leben der Aufklärung junger Menschen über die Vergangenheit widmete, starb am 9. Mai im Alter von 103 Jahren.

Die Idee für den Platz entstand durch Schüler:innen des Netzwerks "Augen auf!" – einer Initiative, die sich der Erinnerung an den Holocaust und dem Kampf gegen Ausgrenzung verschrieben hat. Ihr Vorschlag erhielt bereits zu Friedländers Lebzeiten Unterstützung, und nach ihrem Tod beschloss der Stadtrat von Menden einstimmig, den zentralen Platz nahe dem Rathaus nach ihr zu benennen.

Margot Friedländer wurde in eine jüdische Familie hineingeboren, überlebte die nationalsozialistische Verfolgung und lebte später mehr als 60 Jahre als Emigrantin in New York. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland setzte sie sich unermüdlich dafür ein, dass die Erinnerung an die Geschichte nicht verblasst. In unzähligen Schulbesuchen teilte sie ihre Erlebnisse und prägte damit Generationen von Schüler:innen und Lehrkräften.

Bei der Einweihungsfeier werden Videoaufnahmen mit Friedländers Zeitzeugnis gezeigt, zudem ist eine Botschaft des Sängers Max Raabe geplant. Unterdessen prüft auch Berlin ähnliche Ehrungen: Der Senat der Stadt arbeitet gemeinsam mit der Margot-Friedländer-Stiftung an einer würdevollen Form des Gedenkens.

Der neue Platz in Menden soll ein dauerhaftes Zeichen für Friedländers Vermächtnis setzen. Ihr Engagement, junge Menschen für die Erinnerung an den Holocaust zu sensibilisieren, lebt in Initiativen wie "Augen auf!" weiter. Die Entscheidung der Stadt spiegelt ihren Einfluss und die Bedeutung wider, das historische Gedächtnis wachzuhalten.

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