Menden ehrt drei Initiativen im Kampf gegen Einsamkeit mit dem Heimatpreis
Blanka JesselMenden ehrt drei Initiativen im Kampf gegen Einsamkeit mit dem Heimatpreis
Die Stadt Menden hat bei der diesjährigen Verleihung des Heimatpreises drei lokale Initiativen ausgezeichnet. Die feierliche Veranstaltung im Kaminsaal von Gut Rödinghausen würdigte Projekte, die Einsamkeit bekämpfen und den Gemeinschaftsgeist fördern. Insgesamt hatten sich 20 Gruppen um den Preis beworben, der in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben wurde.
Das diesjährige Motto "Wir SIND ALLE Menden: Gemeinsam gegen Einsamkeit" stand im Zeichen des Zusammenhalts. Die Auszeichnungen wurden vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert, das 5.000 Euro für die Unterstützung der prämierten Projekte bereitstellte.
Den ersten Platz belegte der Hospizkreis Menden e.V., der für seine Arbeit mit Menschen in der letzten Lebensphase 2.500 Euro erhielt. Die Organisation begleitet Sterbende, unterstützt trauernde Angehörige und setzt sich mit verschiedenen Initiativen gegen soziale Isolation ein. Ehrenamtliche bieten Gespräche, praktische Hilfe und ein offenes Ohr für Menschen, die mit Tod, Trauer oder Einsamkeit konfrontiert sind.
Der zweite Preis in Höhe von 1.500 Euro ging an die Mendener Karnevalsgesellschaft Kornblumenblau 1948 e.V. Der Verein bewahrt die Karnevalstraditionen der Region und betreibt das Westfälische Karnevalsmuseum. Durch Feiern und Veranstaltungen halten sie die lokale Kultur lebendig und schaffen gleichzeitig soziale Verbindungen.
Den dritten Platz – dotiert mit 1.000 Euro – erreichte der Schützenverein 1959 e.V. Menden – Platte Heide. Die Gruppe organisiert die "Ehrenamtskneipe", ein monatliches Treffen für alle Altersgruppen und Hintergründe. In lockerer Atmosphäre entstehen Gespräche und Gemeinschaftsgefühl wird gestärkt.
Bürgermeisterin Manuela Schmidt lobte das Engagement der Ehrenamtlichen hinter diesen Projekten. Sie betonte, wie wichtig ihre Arbeit sei, um Menden zu einer inklusiveren und verbundeneren Stadt zu machen. Der Heimatpreis hat bereits in anderen Städten Nordrhein-Westfalens ähnliche Initiativen gewürdigt, etwa in Welver, Moers und Höxter, wo früher Jugendgruppen ebenso wie Kulturfestivals ausgezeichnet wurden.
Die Preise unterstreichen Mendens Engagement im Kampf gegen Einsamkeit durch bürgerschaftliches Handeln. Der Hospizkreis Menden wird das Preisgeld nutzen, um sein Angebot für Schwerstkranke und ihre Angehörigen auszubauen. Gleichzeitig planen die Karnevalsgesellschaft und der Schützenverein, ihre Gemeinschaftsveranstaltungen weiter auszuweiten.
Mit Unterstützung des Landes und lokaler Begeisterung fördert der Heimatpreis weiterhin Projekte, die Menschen zusammenbringen. Die diesjährigen Preisträger reihen sich ein in eine wachsende Liste von Initiativen in der Region, die soziale Bindungen stärken.






