12 February 2026, 17:27

Mainzer Faschingssitzung 2025: Erste Frau führt Protokoll – und sticht gegen Merz & Trump

Ein Plakat für ein Festival in München, Deutschland, mit einem Gemälde einer Frau mit einem menschlichen Gesicht umgeben von Menschen und Bäumen, mit Text.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Faschingssitzung 2025: Erste Frau führt Protokoll – und sticht gegen Merz & Trump

Die Mainz-bleibt-Mainz-wie-es-singt-und-lacht-Faschingssitzung 2025 hat in diesem Jahr Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit fast zwei Jahrhunderten übernahm eine Frau die Leitung des Protokolls der Veranstaltung. Christina Grom führte mit scharfem politischen Spott gegen prominente Persönlichkeiten wie Friedrich Merz, Markus Söder und Donald Trump durch das Programm, während bewährte Traditionen mit bekannten Gesichtern wie Jürgen Wiesmann und Andreas Schmitt auf der Bühne fortgeführt wurden.

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Grom wurde als erste Protokollführerin in der 198-jährigen Geschichte der Sitzung zur prägenden Figur des Abends. Ihre satirischen Spitzen richteten sich gegen Bundeskanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. In einem besonders pointierten Witz schlug sie vor, der Himmel möge Trump doch "etwas Verstand" herabregnen lassen – mit einem Gewicht, das der Gutenberg-Bibel entspreche.

Unterdessen feierte Jürgen Wiesmann sein 25. Auftreten in der Rolle des beliebten Karnevalscharakters Ernst Lustig und begeisterte damit das Publikum. Seine Rückkehr unterstrich die Kontinuität der langjährigen Traditionen. Moderator Andreas Schmitt, der 2025 eine gesundheitsbedingte Pause einlegte, führte dennoch durch die Sitzung und beschloss die Show in seiner gewohnten Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms.

Schmitt nahm auch den Vatikan humorvoll aufs Korn und wünschte Papst Leo XIV. viel Erfolg bei der Verwirklichung der Gleichberechtigung der Geschlechter. Scherzhaft spekulierte er über die Möglichkeit einer Papst Ulrike, die den Segen Urbi et Orbi erteile. Keiner der betroffenen Politiker – weder Merz, Söder noch Trump – reagierte öffentlich auf die satirischen Angriffe während der Veranstaltung am 11. Februar.

Die Mainzer Faschingssitzung 2025 brach mit Grom an der Spitze Neuland auf, bewahrte aber ihren typischen Mix aus Humor und Tradition. Die politische Satire sorgte für Lacher, doch offizielle Reaktionen der Verspotteten blieben aus. Mit Wiesmanns Jubiläumsauftritt und Schmitts Rückkehr verband die Show einmal mehr Innovation mit bewährten Bräuchen.