Luxuswagen in Witten beschlagnahmt: 30 Dezibel zu laut und illegal geparkt
Rainer SchäferLuxuswagen in Witten beschlagnahmt: 30 Dezibel zu laut und illegal geparkt
Luxusauto in Witten beschlagnahmt: Motorengeräusche fast 30 Dezibel über dem Grenzwert
In Witten haben Beamte einen Hochleistungswagen sichergestellt, nachdem sie feststellten, dass sein Motorengeräusch mit knapp 30 Dezibel über dem gesetzlich erlaubten Limit lag. Das Fahrzeug, das zudem in einer absoluten Halteverbotszone abgestellt war, steht nun unter dem Verdacht illegaler Tuning-Maßnahmen und wird weiter überprüft.
Der Vorfall ereignete sich in der Holbeinstraße, wo die Polizei den Wagen in einer gesperrten Parkzone entdeckte. Bei einer Kontrolle maß das Team eine Lärmemission von 109 Dezibel – deutlich über der in Deutschland geltenden Obergrenze von 82 Dezibel für straßenzugelassene Fahrzeuge. Der Halter räumte ein, dass das Auto mit einem Biturbo-Motor ausgestattet sei, der für seinen lauten Betrieb bekannt ist.
Die Behörden gehen davon aus, dass die Motorsteuerung mit leistungssteigernder Software manipuliert wurde. Daraufhin wurde das Fahrzeug sofort beschlagnahmt und ein verwaltungsrechtliches Verfahren eingeleitet. Dem Besitzer droht nun der Entzug der Betriebserlaubnis, was zum Verlust der Zulassung führen könnte.
Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) können bereits für übermäßigen Lärm Bußgelder von bis zu 100 Euro fällig werden. Sollte das Auto bei der nächsten TÜV-Prüfung wegen der Veränderungen durchfallen, könnte die Zulassung sogar dauerhaft erlöschen. Noch schwerwiegendere Konsequenzen – darunter Haftstrafen von bis zu fünf Jahren – drohen, falls sich der Verdacht auf Urkundenfälschung bestätigt, etwa durch manipulierte Prüfplaketten.
Der Fall zeigt die rechtlichen Risiken nicht genehmigter Fahrzeugumrüstungen in Deutschland. Neben Geldstrafen muss der Halter mit strafrechtlichen Ermittlungen rechnen, sollte sich der Verdacht auf Fälschungen erhärten. Das Auto bleibt vorerst beschlagnahmt, während die Ermittlungen laufen.






