18 March 2026, 14:18

Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen

Zeitungsüberschrift 'Deutschlands neue Jungs demütigen die Schweizer' mit einem Foto von lachenden Männern in weißen Uniformen.

Du hast keine Rollen für Schwarze Menschen? Dann 'Auf Wiedersehen, Deutschland! - Lamin Leroy Gibba revolutioniert mit Black Fruits das deutsche Fernsehen

Lamin Leroy Gibba sorgt mit seiner ARD-Serie Black Fruits für Furore – ein zutiefst persönliches Projekt, das sich mit Identität, Rassismus und queeren Lebensrealitäten in Deutschland auseinandersetzt. Die Serie, die er selbst erschaffen, geschrieben und in der er die Hauptrolle spielt, wurde mit Lob überhäuft, darunter der Bayerische Fernsehpreis und mehrere Nominierungen für den Grimme-Preis. Gibbas Weg von Hamburg nach Berlin – und von Ausgrenzung zu Anerkennung – bildet das Herzstück der Produktion.

Geboren 1994 in Münster, wuchs Gibba als ältestes von sechs Geschwistern in Hamburg auf. Mit elf Jahren erlebte er einen einschneidenden Moment, als er wegen seiner Hautfarbe von einer Theaterproduktion ausgeschlossen wurde. Diese frühe Erfahrung prägte den Beginn seines Ringens mit dem eigenen Selbstbild und den Erwartungen der Gesellschaft.

Nach einem Schauspielstudium an der New School in New York fand Gibba Inspiration in der schwarzen und queeren Community. Später zog er nach Berlin, entschlossen, seine Vision umzusetzen. Dort entwickelte er Black Fruits, eine Serie über Lalo, einen schwarzen, schwulen Schulabbrecher, der sich im Alltag mit Rassismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert sieht. Der scharfsinnige, lässige Dialog und der schonungslos realistische Stil der Serie wurden hochgelobt.

Über die Schauspielerei hinaus setzt sich Gibba engagiert für mehr Inklusion ein. Er gewann einen Kurzfilmpreis und schloss sich der Initiative Act Out der Süddeutschen Zeitung an, die sich für mehr Sichtbarkeit queerer deutscher Schauspieler:innen einsetzt. Sein Durchhaltevermögen zahlte sich aus: Black Fruits brachte ihm den Blauen Panther, eine Grimme-Preis-Nominierung und einen Platz auf der Forbes-Liste 30 Under 30 ein. 2024 folgte zudem zwei weitere Grimme-Nominierungen – für Regie und Schnitt –, wobei die Serie gegen Formate wie Das Haus der Lügen und Tatort – Alma schützt dich antrat.

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Black Fruits hat Gibba als mutige neue Stimme im deutschen Fernsehen etabliert. Die Serie, verwurzelt in seinen eigenen Erfahrungen, fordert das Publikum heraus, Vorurteile zu hinterfragen, und feiert gleichzeitig Widerstandsfähigkeit. Mit zahlreichen Auszeichnungen und wachsendem Einfluss setzt sich Gibba weiterhin für Geschichten ein, die die Vielfalt des modernen Lebens widerspiegeln.

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