Krischer besucht Solingen: Wie die Grünen Radwege und Verkehrswende vorantreiben
Katarzyna WirthKrischer besucht Solingen: Wie die Grünen Radwege und Verkehrswende vorantreiben
NRW-Umwelt- und Verkehrsminister Oliver Krischer besuchte diese Woche im Rahmen der Grünen-Tour "Grüne in Verantwortung" Solingen. Das Programm umfasste Gespräche mit lokalen Politikern, eine Ortsbegehung von Verkehrsproblembereichen sowie eine Abendveranstaltung zum Thema klimafreundliche Mobilität.
Rund 80 Bürgerinnen und Bürger versammelten sich im Veranstaltungshaus Cobra, um mit Krischer, der Landesvorsitzenden Yazgülü Zeybek und dem Mobilitätsforscher Professor David Kohlrautz über künftige Verkehrsplanungen und wirtschaftliche Auswirkungen zu diskutieren.
Krischers Besuch begann mit einer Führung durch Finn Grimsehl-Schmitz, den Grünen-Stadtrat und Organisator der Veranstaltung. Dabei wurde die Kamper Straße begutachtet, wo fehlende Radwege Radfahrer in gefährliche Situationen zwingen. Später besuchte die Gruppe die geplante neue Verbindung zwischen dem Gewerbegebiet Scheuren und der Viehbachtalstraße.
Bei der Abendveranstaltung schlug der stellvertretende Bürgermeister Andreas Budde vor, den Schwerlastverkehr aus den Wohngebieten Merscheids umzuleiten. Die Grünen argumentierten, dass dies den Ausbau der Veloroute 2 ermöglichen würde – für eine sicherere und effizientere Radverbindung. Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) forderte Landesmittel für Solingens Verkehrsprojekte und eine Überprüfung des regionalen Straßeninfrastrukturplans.
Krischer würdigte die Fortschritte der Stadt bei der Veloroute 2, darunter die Fertigstellung des Abschnitts Ohligs–Solingen Hauptbahnhof 2022 und die Grüner-Weg-Brücke. Weitere Erweiterungen – wie die Strecke Auf der Hardt–Höhsche Heide (Baubeginn 2025) und die Anbindung an Wuppertal bis 2027 – sind bereits in Planung. Er lobte den seltenen Konsens zwischen Solingens Politikern, Behörden und Wirtschaft zur nachhaltigen Verkehrsplanung.
Der Besuch unterstrich Solingens Bestrebungen für sichere Radwege und weniger Schwerlastverkehr in Wohngebieten. Die Gespräche Krischers mit lokalen Verantwortlichen und Bürgern fließen in landesweite Entscheidungen zu Verkehrsfinanzierung und Infrastruktur ein. In den kommenden Monaten werden weitere Updates zur Veloroute 2 und der Scheuren-Anbindung erwartet.






