Kino International glänzt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Licht
Susanne BachmannKino International glänzt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Licht
Das Kino International, die ikonische Ost-Berliner Filmspielstätte, öffnet nach 18-monatiger Sanierung wieder seine Türen. Die Umbauarbeiten kosteten über 10 Millionen Euro, weitere Modernisierungen sind noch geplant. Das 1961 als Teil der Karl-Marx-Allee erbaute Kino ist seit Jahrzehnten ein kulturelles Wahrzeichen.
Am 22. Februar 2024 fand nach der Renovierung die erste große Veranstaltung statt: Die DEFA-Stiftung verlieh den Heiner-Carow-Preis an Eva Trobisch für ihren Film "IVO".
Das Kino wurde 1963 eröffnet und 1990 unter Denkmalschutz gestellt. Seit 1992 wird es von der Yorck Kinogruppe betrieben. Die jüngste Sanierung konzentrierte sich darauf, die historische Atmosphäre zu bewahren und gleichzeitig moderne Standards einzuführen.
Ein besonderes Highlight ist der restaurierte Perlenvorhang, der mit 40 Millionen Pailletten verziert ist. Dabei wurden auch frühere Gestaltungsfehler korrigiert. Im Innenraum verringerte sich die Sitzplatzzahl von 551 auf 506, dafür wurde der Beinfreiheit mehr Raum gegeben.
Zu den Neuerungen gehören hochmoderne Projektionstechnik, die den Standards der Filmfestspiele von Cannes entspricht, sowie eine moderne Klimaanlage, die den Energieverbrauch um 70 Prozent senkt. Finanziert wurden die Arbeiten durch Mittel von Bund und Ländern, Kulturstiftungen und Lotterieerlöse.
Die offizielle Wiedereröffnung ist für den 3. März geplant, doch bereits ab 26. Februar finden wieder Vorstellungen statt. Weitere Sanierungen in Nebenräumen – mit Kosten von über 5 Millionen Euro – stehen noch aus.
Das Kino International vereint nun historischen Glanz mit moderner Effizienz. Durch verbesserte Technik und Nachhaltigkeitsmaßnahmen festigt es seinen Ruf als führende Kulturstätte. Besucher können sich auf eine Mischung aus klassischem Charme und zeitgemäßem Komfort freuen.






