Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Susanne BachmannKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation fordert ein Verbot von Kleidung, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Sweatshirts mit den Initialen JEE – eine Abkürzung für Jeffrey Edward Epstein – wurden kürzlich auf großen Plattformen wie Etsy, Vinted, AliExpress und eBay zum Verkauf angeboten. Die Organisation Mouv'Enfants bezeichnete die Artikel als zutiefst verletzend und forderte deren sofortige Entfernung.
Die von Gründer Arnaud Gallais geführte Initiative verurteilte den Verkauf dieser Produkte als abscheulich. Die Gruppe argumentiert, dass Epstein, ein verurteilter Kinderschänder, niemals als kulturelles Vorbild oder Referenz dienen dürfe. Seine Verbrechen umfassten systematische sexuelle Gewalt gegen Minderjährige – jeder Gewinn aus seinem Image sei daher inakzeptabel.
Zudem kritisierte Mouv'Enfants die digitalen Plattformen scharf, da sie solche Angebote überhaupt zuließen. Dies zeige ein Versagen bei der Durchsetzung ethischer Standards. Auf die Vorwürfe reagierten Vinted und eBay mit der Zusage, die Sweatshirts von ihren Seiten zu entfernen. Vinted betonte dabei, man verfolge eine Null-Toleranz-Politik gegenüber anstößigen Inhalten, insbesondere bei Bezügen zu Straftaten.
Die Organisation warnte, dass der weitere Verkauf dieser Produkte das Risiko berge, Epsteins Verbrechen zu verharmlosen. Die Plattformen müssten künftig strengere Maßnahmen ergreifen, um ähnliche Angebote zu unterbinden. Vinted und eBay haben inzwischen zugesagt, die umstrittenen Sweatshirts zu löschen. Mouv'Enfants setzt sich weiterhin für schärfere Kontrollen auf Online-Marktplätzen ein. Der Fall wirft erneut Fragen auf, wie digitale Plattformen schädliche Inhalte überwachen und entfernen.






