08 February 2026, 17:15

Karneval 2024: Strengere Alkoholregeln und hohe Strafen für Autofahrer

Eine Person in einem leuchtend gelben Kleid lächelt breit in der Mitte eines Karnevalplakats in Frankreich, umgeben von der fetten schwarzen Schrift 'Karneval'.

Karneval 2024: Strengere Alkoholregeln und hohe Strafen für Autofahrer

Karnevalszeit bringt bunte Kostüme und ausgelassene Feiern in ganz Deutschland mit sich. Doch für Autofahrer gelten während der Festtage strenge Regeln und harte Strafen. Die Behörden warnen: Alkoholgrenzwerte werden konsequent kontrolliert – schon geringe Mengen können schwerwiegende Folgen haben.

Wer mit zu viel Alkohol im Blut erwischt wird, muss mit drastischen Konsequenzen rechnen. Ab 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiger Führerscheinentzug. Bei Werten über 1,2 Promille steigen die Strafen auf 4.500 Euro oder mehr, hinzu kommen längere Fahrverbote. Das 2024 in Kraft getretene "Null-Risiko-am-Steuer-Gesetz" verschärfte die Regeln zusätzlich: Wiederholungstäter müssen zwingend ein Alkohol-Interlock-System (Alkohol-Wegfahrsperre) einbauen, und selbst Ersttäter riskieren bis zu drei Monate Fahrverbot.

Fahreranfänger in der Probezeit und junge Fahrer unter 21 Jahren unterliegen der Null-Promille-Grenze – schon ab 0,3 Promille drohen strafrechtliche Konsequenzen. Gleiches gilt für S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h), die rechtlich wie Mofas behandelt werden. Auch Radfahrer bleiben nicht ungeschoren: Ab 1,6 Promille müssen sie mit einer Anzeige und möglicherweise dem Entzug des Führerscheins rechnen.

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Doch nicht nur Alkohol ist ein Problem: Kostüme dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. Masken oder Gesichtsbemalungen, die die Sicht einschränken, kosten 60 Euro Bußgeld. Die Kleidung muss zudem volle Bewegungsfreiheit und uneingeschränktes Hörvermögen ermöglichen. Die Behörden betonen: Die "Narrenfreiheit" – das karnevalistische Privileg, Regeln spielerisch zu brechen – gilt nicht im Straßenverkehr. Auch Restalkohol vom Vorabend kann noch über dem Limit liegen und wird bestraft.

Die Strafen sind in den letzten zehn Jahren deutlich verschärft worden. Noch 2016 kostete ein Wert zwischen 0,5 und 0,8 Promille "nur" 500 Euro und ein ein- bis dreimonatiges Fahrverbot. Heute sind für dasselbe Vergehen 1.000 bis 1.500 Euro fällig – plus bis zu sechs Monate Führerscheinentzug. Ziel der Verschärfungen ist es, die Zahl der Alkoholunfälle während der Feiertage zu reduzieren.

Die Botschaft ist klar: Karnevalsspaß endet hinter dem Steuer. Wer Alkoholgrenzwerte ignoriert oder unsichere Kostüme trägt, riskiert Bußgelder, Fahrverbote und sogar Strafverfahren. Mit den strengeren Gesetzen wird die Polizei besonders wachsam sein – um sicherzustellen, dass die Straßen trotz Feierlaune sicher bleiben.