Henkel kauft Stahl für 2,1 Milliarden und baut Klebstoff-Sparte massiv aus
Blanka JesselHenkel kauft Stahl für 2,1 Milliarden und baut Klebstoff-Sparte massiv aus
Henkel übernimmt niederländischen Spezialchemiehersteller Stahl für 2,1 Milliarden Euro
Der Dax-Konzern Henkel hat die Übernahme des niederländischen Spezialchemieunternehmens Stahl für 2,1 Milliarden Euro vereinbart. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der Strategie des Unternehmens, sein Geschäft mit Industrieklebstoffen auszubauen. Nach Bekanntgabe der Transaktion stiegen die Aktienkurse um etwa 1 %.
Die Übernahme folgt auf den Kauf von ATP Adhesive Systems, der Anfang 2024 abgeschlossen wurde. Durch beide Deals steigt der Jahresumsatz der Klebstoffsparte von Henkel um nahezu eine Milliarde Euro. Während Stahl auf Lederchemikalien spezialisiert ist, konzentriert sich ATP auf Klebelösungen für die Elektronik – und erweitert so das Produktportfolio des Konzerns.
Bis Mitte 2025 wird für den Bereich Adhesive Technologies ein zweistelliges Umsatzwachstum erwartet. Die Expansion passt zu Henkels Plan, sich von den schwächer performenden Konsumgütermarken zu distanzieren und stattdessen hochmargige Industrieprodukte in den Fokus zu rücken.
Stahl war bereits im Oktober 2023 erstmals von Henkel übernommen worden; der aktuelle Deal besiegelt nun die vollständige Integration. Durch die Kombination von Stahl und ATP festigt das Unternehmen seine Position in den Bereichen Spezialchemie und Hochleistungsklebstoffe.
Die 2,1-Milliarden-Übernahme von Stahl stärkt Henkels Industriesegment nachhaltig. Mit höheren Umsätzen und einer gestärkten Marktpräsenz will der Konzern seine Abhängigkeit von den schwächeren Konsumgütersparten verringern. Gleichzeitig unterstreicht der Deal das Vertrauen in das langfristige Wachstum der Bereiche Klebstoffe und Spezialchemikalien.






