18 March 2026, 06:31

Hamburgs Kulturschaffende kämpfen für strengere Klimaziele bis 2040

Eine große Gruppe von Menschen marschiert während eines Klimastreiks in Deutschland die Straße entlang, mit Schirmen, Taschen und Schildern, sowie Gebäuden und einem Laternenpfahl im Hintergrund.

Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Kulturschaffende kämpfen für strengere Klimaziele bis 2040

Hamburgs Kulturszene stellt sich hinter Volksinitiative für schnelleren Klimaschutz

Über 80 Künstler:innen und Kulturinstitutionen unterstützen die "Hamburger Zukunftsentscheidung", eine Bürgerinitiative, die strengere Emissionsziele und eine frühere Klimaneutralität fordert. Der Vorschlag wird am 12. Oktober zur Abstimmung stehen – die Befürworter:innen streben verbindliche Änderungen des Hamburger Klimaschutzgesetzes an.

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Die Initiative verlangt, dass Hamburg bereits bis 2040 klimaneutral wird – fünf Jahre früher als das aktuelle Ziel von 2045. Um dies zu erreichen, schlägt sie jährliche CO₂-Obergrenzen für zentrale Sektoren vor, abgestimmt auf den bestehenden Klimaplan der Stadt. Fortlaufende Kontrollen sollen die Fortschritte überwachen; bei Zielverfehlungen müssten umgehend Maßnahmenprogramme greifen.

Mehr als 80 Prominente aus der Kulturbranche haben einen offenen Brief unterzeichnet, darunter die Schauspieler:innen Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann. Auch Regisseure und Performende wie Mirco Kreibich, Pheline Roggan und Pascal Houdus unterstützen die Kampagne. Große Häuser wie das Schauspielhaus, Kampnagel, das Ernst-Deutsch-Theater und die Hamburger Kunsthalle haben sich öffentlich hinter die Initiative gestellt.

Der Plan betont soziale Gerechtigkeit und zielt darauf ab, Mieter:innen vor hohen Sanierungskosten zu schützen. Vermieter:innen sollen finanzielle Hilfen für energetische Modernisierungen erhalten. Trotz der breiten Unterstützung haben sich bisher keine der Kulturinstitutionen formal der organisatorischen Struktur der Initiative angeschlossen oder konkrete Maßnahmen benannt.

Die Volksabstimmung am 12. Oktober wird entscheiden, ob die verschärften Regeln Gesetzeskraft erlangen. Bei einer Annahme würde das überarbeitete Klimaschutzgesetz jährliche Emissionsprüfungen und sektorspezifische Ziele vorschreiben. Das Ergebnis wird auch zeigen, wie Hamburg Klimaziele mit sozialem Schutz für Mieter:innen und Eigentümer:innen in Einklang bringt.

Quelle