Grünes Licht für 100-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline in NRW – doch zwei Konfliktzonen bleiben
Susanne BachmannGrünes Licht für 100-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline in NRW – doch zwei Konfliktzonen bleiben
Ein großes Wasserstoff-Pipeline-Projekt hat die endgültige Genehmigung vom Regierungsbezirk Münster erhalten. Die 100 Kilometer lange Trasse, die von Emsbüren bis Dorsten verläuft, ist Teil des geplanten deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Genehmigung erfolgte nach einer detaillierten Prüfung der Umwelt- und Raumverträglichkeit.
Der bevorzugte Korridor für die Pipeline wurde am 2. März 2026 nach einer raumordnerischen Verträglichkeitsuntersuchung bestätigt. Obwohl der Großteil der Strecke sensible Gebiete meidet, bleiben zwei Konfliktzonen bestehen: eine in der Nähe der Autobahn A31 und eine weitere im Naturschutzgebiet Schwarzes Venn. Die Behörden wogen diese Bedenken ab, bevor sie die endgültige Entscheidung trafen.
Das Projekt nahm im Juni 2024 konkrete Formen an, als die Open Grid Europe GmbH (OGE) einen Planfeststellungsantrag für ein 9,4 Kilometer langes Teilstück der Pipeline einreichte. Dieses Segment ist Teil des größeren 100-Kilometer-Netzes, das unter anderem durch Reken führen wird. Die Bundesnetzagentur hat die gesamte Route als zentrales Element der nationalen Wasserstoffinfrastruktur eingestuft.
Mit der nun vorliegenden Genehmigung des Regierungspräsidiums Münster kann der Bau voranschreiten. Die Pipeline wird industrielle Zentren verbinden und Deutschlands Wandel hin zu sauberer Energie unterstützen. Die beiden identifizierten Konfliktbereiche erfordern jedoch noch weitere Abstimmungen, bevor die Arbeiten beginnen können.






