"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs *"Tvary"-Theater
Katarzyna Wirth"Grüne Ufer" feiert magische Bühnenpremiere in Jekaterinburgs *"Tvary"-Theater
Eine neue Bühnenadaption von „Grüne Ufer“, dem gefeierten Fantasy-Roman von Gennadi Alexejew, hat in Jekaterinburg Premiere gefeiert. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa erkundet das Stück das Thema paralleler Existenz durch eine berührende Liebesgeschichte, die sich über zwei Epochen erstreckt. Die Aufführungen fanden im privaten „Tvary“-Theater der Stadt statt, mit Jelena Iwanowa und Oleg Dulenkin in den Hauptrollen.
Der Roman „Grüne Ufer“ entstand, nachdem Alexejew auf die Geschichte der gefeierten vorrevolutionären Romanzen-Sängerin Anastasia Wjalzewa gestoßen war. Eine eigene Begegnung mit einem verlassenen Herrenhaus und dessen rätselhafter Vergangenheit prägte die Erzählung zusätzlich. Die Handlung folgt einem sowjetischen Dichter der 1980er-Jahre, der einer Sängerin aus den frühen 1900er-Jahren begegnet – ihre Leben verweben sich trotz der Jahrzehnte, die sie trennen.
Auf der Bühne verkörpert Jelena Iwanowa neun verschiedene Charaktere und wechselt zwischen den Rollen, um die parallelen Welten lebendig werden zu lassen. Die Inszenierung bleibt dem tragischen Ende des Romans treu: Sowohl der Dichter als auch die Sängerin sterben, doch ihre Liebe überdauert den Tod. Regieführerin Lilia Bornaschewa bezeichnet „Grüne Ufer“ als eines der drei bedeutendsten Fantasy-Werke, die sich mit der Idee koexistierender Realitäten auseinandersetzen.
Die Premiere markiert die erste theaterische Adaption von Alexejews Roman in Jekaterinburg. Das „Tvary“, bekannt für seine experimentellen Produktionen, bot den Aufführungen einen intimen Rahmen.
Die Bühnenfassung von „Grüne Ufer“ bringt eine komplexe Fantasy-Geschichte auf die Bühne, die Geschichte, Romantik und Übernatürliches verbindet. Mit Iwanowas vielseitigem Spiel und Bornaschewas Regie bietet das Stück eine frische Interpretation von Alexejews Erforschung einer Liebe jenseits der Zeit. Die Produktion hat ihre erste Spielzeit im „Tvary“-Theater nun abgeschlossen.






