06 May 2026, 01:16

Gedenktafel für Essener Stadtchronisten Dr. Ernst Schmidt enthüllt

Steinbau mit einem Fenster und einer Holocaust-Gedenktafel mit Inschrift.

Gedenktafel für Essener Stadtchronisten Dr. Ernst Schmidt enthüllt

Am 12. Oktober 2025 wurde am Kuhlmannsfeld-Haus eine Gedenktafel zu Ehren von Dr. Ernst Schmidt enthüllt. Bei der Feierstunde wurde das Lebenswerk des verstorbenen Stadtchronisten gewürdigt, der sich insbesondere mit der Aufarbeitung der Essener Geschichte in der NS-Zeit befasst hatte. Lokale Amtsträger und Bürger versammelten sich, um seinem bleibenden Erbe Respekt zu zollen.

Dr. Ernst Schmidt (1924–2009) widmete sein Berufsleben der Erforschung und Bewahrung der Essener Geschichte. Sein Fokus auf die NS-Zeit führte zu bahnbrechenden Veröffentlichungen und prägte die Erinnerungskultur der Stadt maßgeblich. Zudem gehörte er zu den Mitbegründern der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge und sorgte so dafür, dass die Geschichten dieser Epoche nicht in Vergessenheit gerieten.

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Die Tafel ist Teil des Essen erinnert-Rundwegs, ein Projekt, das Schmidt 1985 selbst ins Leben gerufen hatte. Die Installation wurde vom Bezirksrat IV finanziert, die Einweihung gemeinsam vom Rat und dem Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv ausgerichtet. Essens Oberbürgermeister Rolf Fliß nahm an der Veranstaltung teil und unterstrich damit die Verbundenheit der Stadt mit Schmidts Wirken.

Im Laufe seines Lebens erhielt Schmidt zahlreiche Auszeichnungen für seine wissenschaftliche und bürgerschaftliche Arbeit. Seine Bemühungen legten den Grundstein dafür, wie Essen seine Vergangenheit aufarbeitet – sowohl in der Bildung als auch im öffentlichen Gedächtnis.

Die Gedenktafel am Kuhlmannsfeld-Haus stellt nun ein dauerhaftes Zeichen für Schmidts Einfluss dar. Sie reiht sich ein in die Stationen des Essen erinnert-Rundwegs und sorgt dafür, dass sein Werk auch künftige Generationen prägt. Bei der Zeremonie wurden zudem aktuelle lokale Initiativen hervorgehoben, die sich der Bewahrung des historischen Erbes der Stadt verschrieben haben.

Quelle